Halbinsel Gnitz (Usedom)

Gnitz auf Usedom Abendstimmung
SĂŒdspitze Gnitz / Bild von Usedom Fotograf Jens Rasehorn Photography


Ein Ort voller Schönheit und sehr abgelegen ist die Halbinsel Gnitz. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts zĂ€hlte das Dorf außer den Adligen, der Pfarrerei und der KĂŒsterei, nur etwa 10 WohnhĂ€user und 165 Einwohner. Gnitz ist heute ein beliebter Urlaubsort und Ausflugsziel mit wunderschönen Wanderwegen und Radwegen direkt im Naturschutzparadies.

Bilder von Usedom Fotograf Jens Rasehorn Photography

Wo liegt die Halbinsel Gnitz?

Die Halbinsel Gnitz liegt auf der sĂŒdlichen Seite der Ostseeinsel Usedom (Mecklenburg-Vorpommern / Deutsche Ostsee) zwischen dem Achterwasser, Peenestrom und der Krumminer Wiek. Die Halbinsel ist von Zinnowitz aus gut zu erreichen. In der wunderschönen Gegend des Usedomer Hinterlandes liegen die Dörfer Neuendorf, LĂŒtow und Netzelkow. Mitten im Achterwasser neben der Halbinsel Gnitz, ĂŒber einen Damm erreichbar befindet sich die Insel Görmitz. Die Gegend ist sehr gut geeignet fĂŒr Urlauber, die Ruhe und Entspannung suchen, mit ihren wunderschönen Wanderwegen und Radwegen im Naturschutzparadies.


SĂŒdspitze Halbinsel Gnitz

Geschichte von Gnitz

Die Halbinsel hat eine weit zurĂŒckliegende Geschichte. Die Besiedlung geht zurĂŒck bis ca. 4500 bis 1700 v. Chr. ins Neolithkum wurden die GroßsteingrĂ€ber bei LĂŒtow datiert. Es ist nur noch ein Großsteingrab erhalten geblieben. Dieses wurde bis 1936 vollstĂ€ndig untersucht und dabei wurden zahlreiche Funde geborgen. Im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald kann man diese bewundern. Bei dem Ort Neuendorf und an der Nordseite des Weißen Berges liegen noch viele HĂŒgelgrĂ€ber aus der Bronzezeit.

Die Slawenzeit ging von 600 bis 1200 nach Chr. von dieser Zeit gibt es nur wenige archĂ€ologische Hinweise, so die Ortsnamen von Netzelkow und LĂŒtow. Die bei Neuendorf gelegene TurmhĂŒgelburg belegt die frĂŒhdeutsche Besiedlung von 1230 bis 1400, durch die Familie von Lepel.

Damals hatte Gnitz noch den Charakter einer Insel, weil sie im Norden sehr große sumpfige FlĂ€chen und Seen hatte. Mit diesen natĂŒrlichen Wehranlagen konnten sie sich gut gegen Eindringlinge schĂŒtzen. Weshalb es auch eines der ersten Siedlungen der Ostseeinsel Usedom gewesen sein soll.

ReisefĂŒhrer Usedom (Gnitz)

SehenswĂŒrdigkeiten auf Gnitz

Die Halbinsel gehört mit Ihren sanften GrundmorĂ€nenlandschaften zusammen mit dem Golm zu den Ă€ltesten Siedlungsbezirken der Sonneninsel Usedom. In der NĂ€he von LĂŒtow kann man sich das einzige erhalten gebliebene Großsteingrab anschauen. Bei einer Ausgrabung wurden viele Waffen und GegenstĂ€nde aus Feuerstein sowie Bernsteinschmuck aus der Zeit der Trichterbecherkultur und der Bronzezeit gefunden.

St-Marien Kirche Netzelkow

In Netzelkow befindet sich die kleine Backsteinkirche St. Marienkirche. Diese ist aus dem 15. Jahrhundert mit spÀtmittelalterlichen Portal und schmiedeeisernen BeschlÀgen. Der Glockenstuhl trÀgt zwei Glocken aus dem Mittelalter.

Pfarrer Meinhold wurde in Netzelkow geboren. Er ist der Dichter des im 19. Jahrhunderts sehr berĂŒhmten Buches „Die Bernsteinhexe“.

Die Bernsteinhexe: Ein historischer Roman von Usedom

An der sĂŒdlichen Spitze liegt das Naturschutzgebiet „SĂŒdspitze Gnitz“ auch bekannt als „Möwenort“ dort gibt es ein Refugium fĂŒr Seeadler.

SteilkĂŒste auf der Westseite der Halbinsel Gnitz

Vom Weißen Berg aus hat man einen herrlichen Blick auf die Krumminer Wiek. Der Berg ist 32 Meter hoch und fĂ€llt an einigen Stellen steil in die Krumminer Wiek ab. Sein hauptsĂ€chlicher Bestandteil ist Sand. Durch viele Winde und Wellen ist ein Binnkliff entstanden. Der Berg hat seinen Namen durch den hellen Sand an der Kliffkante erhalten. Mehrere Vogelarten sind in dem Biotop beheimatet. Unten am Berg kann man viele grĂ¶ĂŸere Findlinge sehen, welche aus dem Kliff gespĂŒlt wurden. Der Sand wird durch WellenschlĂ€ge abgetragen, dadurch werden die Steine in die Krumminer Wiek gerollt. Dadurch wird der Weiße Berg mit der Zeit immer kleiner.

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