Danzig (Gdansk) Polnische Ostsee

Das Krantor in Danzig (GdaƄsk) Polnische Ostsee
Das Krantor in Danzig (GdaƄsk) Polnische Ostsee


Danzig (GdaƄsk) gehört zu den schönsten StĂ€dten an der polnischen Ostsee und eignet sich hervorragend, um einen Urlaub  mit einem unvergesslichen StĂ€dtetrip zu verbinden. Die Metropole im polnischen Vorpommern wird als Stadt des Bernsteins und des *Danziger Goldwassers bezeichnet. Bei dem Goldwasser handelt es sich um einen GewĂŒrzlikör, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurĂŒckreicht.

Die historische Rechtstadt (Stadtteil von Danzig) lĂ€dt zum Schlendern an reich verzierten BĂŒrgerhĂ€usern und weiteren historischen GebĂ€uden ein, kleine CafĂ©s und Boutiquen sĂ€umen die Straßen wĂ€hrend der Meeresduft sich in der Hafenstadt breit macht. Wer nach Danzig reisen möchte, kann dies mit dem PKW (von Berlin aus etwa 500 km) oder per Flugzeug ab Köln, Dortmund, Frankfurt a.M. oder Hamburg tun. Auch eine Reise mit dem Zug lohnt sich, wer ein Sparpreis-Ticket ergattert zahlt etwa 40 € pro Person und Fahrt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die DatenschutzerklÀrung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Geschichte von Danzig

ArchĂ€ologische Funde polnischer Wissenschaftler datieren eine Besiedelung des heutigen Danziger Stadtgebietes auf das 7. Jahrhundert. WĂ€hrend ĂŒber die GrĂŒndung des heutigen Danzigs sehr wenig bekannt ist, weiß man nun, dass Danzig bereits im 10. Jahrhundert eine Hauptstadt war. Die Stadtgeschichte wurde ĂŒber die Jahrhunderte hinweg geprĂ€gt von Belagerungen verschiedener Truppen, Kriege und Auseinandersetzungen. Erst ab dem 13. Jahrhundert wurde Danzig als Handelsknotenpunkt in der Ostsee etabliert. Handelsbeziehungen zu LĂŒbeck und Hamburg wurden intensiviert, eine Teilnahme Danzigs am Hansetag 1361 konnte nachgewiesen werden womit klar sein dĂŒrfte, dass auch Danzig ein Mitglied der Hanse war. Im 14. Jahrhundert wuchs Danzig weiter, Kaufleute und Handwerker zogen aus den nahegelegenen KĂŒstenstĂ€dten und dem Niederrheingebiet in die aufstrebende Stadt. Ein ganz besonders dunkles Kapitel der Geschichte schrieb Danzig im Zweiten Weltkrieg. Teile der polnischen Minderheit und Juden wurden deportiert und in den Konzentrations- und Arbeitslagern der Stadt sowie außerhalb der Stadtgrenzen ermordet. Nach der Besetzung, PlĂŒnderung und Brandschatzung durch die Rote Armee im MĂ€rz 1945, der zahlreiche BaudenkmĂ€ler der historischen Rechtstadt zum Opfer fielen, wurden vielen GebĂ€ude in den 60er Jahren rekonstruiert.


Im Roman „Die Blechtrommel“ fasste der Schriftsteller GĂŒnter Grass die Geschichte Danzigs ganz lapidar zusammen:

Zuerst kamen die Rugier, dann kamen die Goten und Gepiden, sodann die Kaschuben, von denen Oskar in direkter Linie abstammt. Bald darauf schickten die Polen den Adalbert von Prag. Der kam mit dem Kreuz und wurde von Kaschuben oder Pruzzen mit der Axt erschlagen. Das geschah in einem Fischerdorf und das Dorf hieß Gyddanyzc. Aus Gydannyzc machte man Danczik, aus Danczik wurde Dantzig, das sich spĂ€ter Danzig schrieb, und heute heißt Danzig GdaƄsk.

 SehenswĂŒrdigkeiten und Ausflugsziele

Die goldene Stadt Danzig hat allerlei zu bieten. Schiffsmodelle, Kunsthandwerk und Bernstein sind bei Touristen in Danzig heiß begehrt. Im Gegensatz zu anderen StĂ€dten befinden sich die historischen BaudenkmĂ€ler und GebĂ€ude nicht in der Altstadt Danzigs sondern in der Rechtstadt, darunter das Goldene Haus, die Marienkirche, das GrĂŒne und das Goldene Tor sowie der Arthushof. Dieser besondere Stadtteil ist von der Altstadt durch die Stadtmauer getrennt und besitzt sogar ein eigenes Rathaus.

Die schönste Gasse in Danzig, so sagen die meisten, ist die Frauengasse. Sie fĂŒhrt von der katholischen Kirche hinunter zum Flussufer der MotƂawa und endet an der Uferpromenade. Hier stehen die fĂŒr Danzig charakteristischen HĂ€user mit terrassenartigen AufgĂ€ngen und kleinen BernsteinlĂ€den, Silberschmieden und kleinen CafĂ©s. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Frauengasse befindet sich das ArchĂ€ologische Museum Danzigs in einem opulenten 5-stöckigen Renaissancebau aus dem Jahre 1599.

Wer sich nach dem Stadtbummel nach einem Tag am Meer sehnt erreicht ganz bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die polnische OstseekĂŒste. Mit der FĂ€hre gelangt man auf die Halbinsel Hel, von der man nicht nur einen beeindruckenden Blick auf die Skyline Danzigs genießt sondern auch DĂŒnen, KiefernwĂ€lder und natĂŒrlich kilometerlange SandstrĂ€nde vorfindet. Die FĂ€hre legt dreimal tĂ€glich Richtung Erholungsinsel Hel ab. Übrigens ist Hel auch ein Paradies fĂŒr Surfer und Kiter!

Wer GlĂŒck hat, kann eine der zahlreichen Seehundkolonien beobachten, die sich an den KĂŒsten von Hel niedergelassen hat. Danzig hat außerdem ein tolles Nachtleben, Bars und Restaurants servieren echtes Danziger Bier, das berĂŒhmte Danziger Goldwasser fließt in Strömen. Wer richtig Party machen will, fĂ€hrt ins etwa 12 km entfernte Zoppot, das sich vom mondĂ€nen Badeort zum Nightlife-Hotspot entwickelt hat und so etwas wie die Sommerhauptstadt Polens ist.

Danzig Bilder Galerie

Veranstaltungen in Danzig

Im Hinblick auf Veranstaltungen macht sich eine Reiseplanung fĂŒr Juli und August besonders gut, denn dann findet hier der jĂ€hrliche Dominikanermarkt statt. Der Markt der Köstlichkeiten und der Kunst findet nur in diesem Zeitraum statt, getrost kann man hier mehrere Stunden stöbern und Leckereien ausprobieren. Aber auch in den Wintermonaten ist Danzig attraktiv, besonders der Danziger Weihnachtsmarkt ist weit ĂŒber die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Danzig ReisefĂŒhrer mit Stadtplan und Web-App
Von Anna Brixa, Martin Brand

Karte & Anfahrt

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die DatenschutzerklÀrung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Ostsee Urlaub buchen
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars ( Ø 4,73 von 5)