Danzig (Gdansk) Polnische Ostsee

Danzig (Gdańsk) Polnische Ostsee


Danzig (Gdańsk) gehört zu den schönsten Städten an der polnischen Ostsee und eignet sich hervorragend, um einen Urlaub  mit einem unvergesslichen Städtetrip zu verbinden. Die Metropole im polnischen Vorpommern wird als Stadt des Bernsteins und des *Danziger Goldwassers bezeichnet. Bei dem Goldwasser handelt es sich um einen Gewürzlikör, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.

Die historische Rechtstadt (Stadtteil von Danzig) lädt zum Schlendern an reich verzierten Bürgerhäusern und weiteren historischen Gebäuden ein, kleine Cafés und Boutiquen säumen die Straßen während der Meeresduft sich in der Hafenstadt breit macht. Wer nach Danzig reisen möchte, kann dies mit dem PKW (von Berlin aus etwa 500 km) oder per Flugzeug ab Köln, Dortmund, Frankfurt a.M. oder Hamburg tun. Auch eine Reise mit dem Zug lohnt sich, wer ein Sparpreis-Ticket ergattert zahlt etwa 40 € pro Person und Fahrt.

Geschichte von Danzig

Archäologische Funde polnischer Wissenschaftler datieren eine Besiedelung des heutigen Danziger Stadtgebietes auf das 7. Jahrhundert. Während über die Gründung des heutigen Danzigs sehr wenig bekannt ist, weiß man nun, dass Danzig bereits im 10. Jahrhundert eine Hauptstadt war. Die Stadtgeschichte wurde über die Jahrhunderte hinweg geprägt von Belagerungen verschiedener Truppen, Kriege und Auseinandersetzungen. Erst ab dem 13. Jahrhundert wurde Danzig als Handelsknotenpunkt in der Ostsee etabliert. Handelsbeziehungen zu Lübeck und Hamburg wurden intensiviert, eine Teilnahme Danzigs am Hansetag 1361 konnte nachgewiesen werden womit klar sein dürfte, dass auch Danzig ein Mitglied der Hanse war. Im 14. Jahrhundert wuchs Danzig weiter, Kaufleute und Handwerker zogen aus den nahegelegenen Küstenstädten und dem Niederrheingebiet in die aufstrebende Stadt. Ein ganz besonders dunkles Kapitel der Geschichte schrieb Danzig im Zweiten Weltkrieg. Teile der polnischen Minderheit und Juden wurden deportiert und in den Konzentrations- und Arbeitslagern der Stadt sowie außerhalb der Stadtgrenzen ermordet. Nach der Besetzung, Plünderung und Brandschatzung durch die Rote Armee im März 1945, der zahlreiche Baudenkmäler der historischen Rechtstadt zum Opfer fielen, wurden vielen Gebäude in den 60er Jahren rekonstruiert.

Im Roman „Die Blechtrommel“ fasste der Schriftsteller Günter Grass die Geschichte Danzigs ganz lapidar zusammen:

Zuerst kamen die Rugier, dann kamen die Goten und Gepiden, sodann die Kaschuben, von denen Oskar in direkter Linie abstammt. Bald darauf schickten die Polen den Adalbert von Prag. Der kam mit dem Kreuz und wurde von Kaschuben oder Pruzzen mit der Axt erschlagen. Das geschah in einem Fischerdorf und das Dorf hieß Gyddanyzc. Aus Gydannyzc machte man Danczik, aus Danczik wurde Dantzig, das sich später Danzig schrieb, und heute heißt Danzig Gdańsk.

 Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Danzig-Gdansk-Polnische-Ostsee-005 Danzig (Gdansk) Polnische Ostsee 🇵🇱 Urlaubsorte

Die goldene Stadt Danzig hat allerlei zu bieten. Schiffsmodelle, Kunsthandwerk und Bernstein sind bei Touristen in Danzig heiß begehrt. Im Gegensatz zu anderen Städten befinden sich die historischen Baudenkmäler und Gebäude nicht in der Altstadt Danzigs sondern in der Rechtstadt, darunter das Goldene Haus, die Marienkirche, das Grüne und das Goldene Tor sowie der Arthushof. Dieser besondere Stadtteil ist von der Altstadt durch die Stadtmauer getrennt und besitzt sogar ein eigenes Rathaus.

Die schönste Gasse in Danzig, so sagen die meisten, ist die Frauengasse. Sie führt von der katholischen Kirche hinunter zum Flussufer der Motława und endet an der Uferpromenade. Hier stehen die für Danzig charakteristischen Häuser mit terrassenartigen Aufgängen und kleinen Bernsteinläden, Silberschmieden und kleinen Cafés. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Frauengasse befindet sich das Archäologische Museum Danzigs in einem opulenten 5-stöckigen Renaissancebau aus dem Jahre 1599.

Wer sich nach dem Stadtbummel nach einem Tag am Meer sehnt erreicht ganz bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die polnische Ostseeküste. Mit der Fähre gelangt man auf die Halbinsel Hel, von der man nicht nur einen beeindruckenden Blick auf die Skyline Danzigs genießt sondern auch Dünen, Kiefernwälder und natürlich kilometerlange Sandstrände vorfindet. Die Fähre legt dreimal täglich Richtung Erholungsinsel Hel ab. Übrigens ist Hel auch ein Paradies für Surfer und Kiter!

Wer Glück hat, kann eine der zahlreichen Seehundkolonien beobachten, die sich an den Küsten von Hel niedergelassen hat. Danzig hat außerdem ein tolles Nachtleben, Bars und Restaurants servieren echtes Danziger Bier, das berühmte Danziger Goldwasser fließt in Strömen. Wer richtig Party machen will, fährt ins etwa 12 km entfernte Zoppot, das sich vom mondänen Badeort zum Nightlife-Hotspot entwickelt hat und so etwas wie die Sommerhauptstadt Polens ist.

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Veranstaltungen in Danzig

Im Hinblick auf Veranstaltungen macht sich eine Reiseplanung für Juli und August besonders gut, denn dann findet hier der jährliche Dominikanermarkt statt. Der Markt der Köstlichkeiten und der Kunst findet nur in diesem Zeitraum statt, getrost kann man hier mehrere Stunden stöbern und Leckereien ausprobieren. Aber auch in den Wintermonaten ist Danzig attraktiv, besonders der Danziger Weihnachtsmarkt ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

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Von Anna Brixa, Martin Brand

Karte & Anfahrt

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