Ausflugsziele & SehenswĂŒrdigkeiten in Stralsund

Stralsund Sehenswertes - Ozeaneum
Stralsund Sehenswertes - Ozeaneum
Ostsee Urlaub

In Stralsund gibt es viel zu entdecken! Dazu gehört vor allem Architektur im ziegelgotischen Stil Norddeutschlands wie das Rathaus oder die Nikolaikirche. Aufgrund der NĂ€he zur Ostsee stehen auch interessante Exponate zum Thema “Meer” zur Besichtigung zur VerfĂŒgung. Ein Besuch im Ozeaneum oder im Deutschen Schifffahrtsmuseum sollte wĂ€hrend Ihres Urlaubs in Stralsund nicht fehlen.

Die beliebtesten Ausflugsziele in Stralsund

Die Hansestadt Stralsund mit rund 57.000 Einwohnern liegt rund 80 Kilometer östlich von Rostock am Strelasund, einer Straße in der Ostsee, die die beliebte Ferieninsel RĂŒgen vom deutschen Festland trennt. Stralsund ist aufgrund seiner Lage auch als Tor nach RĂŒgen bekannt. WĂ€hrend der Sommersaison besuchen tĂ€glich unzĂ€hlige Urlauber die hĂŒbsche Hansestadt und ĂŒberqueren die RĂŒgenbrĂŒcke und den RĂŒgendamm zur grĂ¶ĂŸten deutschen Ostseeinsel. Ein Zwischenstopp in Stralsund ist jedoch fĂŒr alle an der Ostsee empfehlenswert, da die historische Altstadt mit ihren vielen BaudenkmĂ€lern und Museen seit 2002 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklĂ€rt wurden.

Der Hansedom

Hansedom Stralsund
Poollandschaft im Hansedom

Hansedom ist die erste Adresse fĂŒr aktive Entspannung und Wohlbefinden in Stralsund. Als VergnĂŒgungspark und Badeparadies ist die Anlage zu jeder Jahreszeit eine der beliebtesten Touristenattraktionen in der Hansestadt. In der Seestern-Therme erwartet die Besucher eine subtropische Badelandschaft. Urlauber können im Wildwasserkanal schwimmen oder auf LiegestĂŒhlen entspannen. Der beheizte Außenpool ermöglicht zu jeder Jahreszeit AktivitĂ€ten im Freien. Kinder erobern die Schatzinsel und lassen sich mit ihren Eltern im Wellenbad austoben. Entspannen Sie in der orientalischen Sauna. Urlauber können auch eine traditionelle Hammam-Zeremonie erleben. Auf drei Außen- und InnenplĂ€tzen können Sie Ihre StĂ€rke in Squash, Tennis oder Badminton messen. Die Mutigen erklimmen die Kletterwand im Hansedom. Übung macht hungrig. In den Restaurants können sich die Besucher kulinarisch verwöhnen lassen. Mit Captain Nielson ist der kleine Hunger schnell gestillt. Anspruchsvolle Kunden besuchen das Restaurant Vineta, in dem gesunde und lebenswichtige Speisen sowie Fischgerichte serviert werden. Die orientalische Spa-Bar Marrakesch bietet Kontraste.

Die Gorch Fock I

Museumsschiff Gorch Fock 1
Die Gorch Fock im Hafen von Stralsund

Auf der Gorch Fock I können Sie wahrhaft romantisches Segeln erleben. Das Schiff liegt an der FĂ€hrbrĂŒcke in Stralsund vor Anker. Die Gorch Fock I wurde im Mai 1933 in Hamburg gebaut. Der Bau wurde von der Reichsmarine in Auftrag gegeben und nach dem Untergang des Trainingsschiffes Niobe im Vorjahr notwendig. In den letzten Kriegstagen sank das Schiff in Strelasund. 1947 wurde sie geborgen und repariert. ZurĂŒck in Stralsund wurde das Schiff weitgehend restauriert und der Öffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht. Das Museum an Bord von Gorch Fock I macht die Besucher mit der Geschichte des Schiffes vertraut. Urlauber können die Unterkunft der Seeleute und die KapitĂ€nslounge besuchen und viel ĂŒber die Technologie an Bord lernen. Das 82 Meter lange Schiff hat 23 Segel und wird im Hafenbecken von Stralsund von einem 1.600 kg schweren Anker gehalten. Die Gorch Fock I kann fĂŒr Events gemietet werden. Bis zu 500 Personen können unvergessliche Ereignisse an Bord erleben. Es ist auch möglich, den Bund fĂŒrs Leben auf dem Segelschiff zu knĂŒpfen.

Der Zoo von Stralsund

Löwe im Zoo Stralsund
Löwe im Zoo von Stralsund

Der Stralsunder Zoo ist der grĂ¶ĂŸte Zoo in Westpommern. Insgesamt rund 900 Tiere, von Löwen ĂŒber BĂ€ren bis hin zu afrikanischen Zwergziegen können hier gefunden werden. Die historische niederlĂ€ndische WindmĂŒhle, die sich in der Mitte des Haustierbereichs erhebt, ist von weitem zu sehen. WĂ€hrend exotische Tiere wie Schimpansen oder KĂ€ngurus in Gehegen mit der entsprechenden tropischen AtmosphĂ€re untergebracht sind, finden HĂŒhner, Enten und GĂ€nse in diesem Teil des Parks ihr Zuhause. Esel und Pferde weiden hier auch auf einer Wiese und ergĂ€nzen das Geschehen auf einem Bauernhof. Der Streichelzoo mit seinen afrikanischen Zwergziegen bietet auch jungen Besuchern ein besonderes Erlebnis. Neben Tierspaß bietet der Stralsund Zoo auch Naturliebhabern das richtige Programm. Je nach Jahreszeit gibt es verschiedene Pflanzenarten, die den Zoo als Teil einer farbenfrohen Flora bereichern. Die zahlreichen SitzplĂ€tze entlang der Wege bieten Entspannung wĂ€hrend eines Besuchs. Der Zoo von Stralsund ist ein gerĂ€umiger und sorgfĂ€ltig gestalteter Wild- und Naturpark. Nicht weit von der Altstadt von Stralsund entfernt lohnt sich ein Besuch fĂŒr Jung und Alt.

Das Großes Haus in Stralsund

Stralsund Theater
Großes Haus oder auch Theater von Stralsund

Das Große Haus in Stralsund am Olof-Palme-Platz ist ist die HauptspielstĂ€tte der Hansestadt Stralsund. Das Theater bietet eine breite Palette an Inszenierungen. Auf dem Programm stehen neben Musiktheatern, Opern, Musicals und Operetten auch Dramen, Ballette, Konzerte und Gastspiele. Das Olof-Palme-Platz-Theater hat seit 1912 eine ereignisreiche Geschichte und musste wĂ€hrend der beiden Weltkriege zeitweise geschlossen werden und wurde 1968 auf der Grundlage der Leipziger Oper wieder aufgebaut. Die Jugendstildekorationen mussten im Rahmen der Modernisierung dem neuen Interieur weichen. Im Rahmen der vollstĂ€ndigen Renovierung zwischen 2005 und 2008 wurde das Theater endlich wieder in seinen ursprĂŒnglichen Zustand versetzt und mit der neuesten Technologie ausgestattet. Das Stralsund-Theater ist derzeit zusammen mit den Theatern Greifswald und Putbus Teil des Theatervereins Vorpommern. Die aktuelle Spielzeit umfasst Philharmonische Konzerte, das Ballett “Sunset Boulevard” und die Oper “Le Mariage de Figaro”.

Interessante Museen und Ausstellungen in Stralsund

Ozeaneum

Ozeaneum Stralsund
Ozeaneum Stralsund

Das Naturhistorische Museum Ozeaneum ist Teil der Stiftung Deutsches Schifffahrtsmuseum. Das neue GebĂ€ude auf der Hafeninsel von Stralsund wurde nach den PlĂ€nen eines Stuttgarter ArchitekturbĂŒros errichtet. Das moderne GebĂ€ude besteht aus vier Teilen und symbolisiert die vom Wasser gewaschenen Steine. Im Jahr 2008 wurde das Ozeaneum der Öffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht. Auf einer GesamtflĂ€che von 8.700 Quadratmetern werden 39 Aquarien prĂ€sentiert. Besucher können mit Scholle, Stör, Kabeljau, Haien, Hummern, Raubfischen und anderen Meerestieren in Kontakt kommen. Die Anlage ist mit 2.600 Kubikmetern das grĂ¶ĂŸte Aquarium Deutschlands. Im Ozeaneum befinden sich verschiedene Exponate. Die Artenvielfalt der Ostsee ist in der Ausstellung „World Ocean Diversity of Life“ dokumentiert. Kinder mögen besonders die Seereise. Lebensgroße Modelle von Pottwalen oder Blauwalen bieten einen beeindruckenden Anblick. Die riesigen Meerestiere werden in Multimedia-Konferenzen vorgestellt. Ein freundliches Familienrestaurant rundet das Angebot des MessegelĂ€ndes ab.

Deutsches Meeresmuseum

Krake im Meeresmuseum Stralsund

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund ist das meistbesuchte Museum in Norddeutschland. Es werden umfangreiche maritime und ozeanografische Sammlungen vorgestellt. Die Ausstellung wurde 1951 als Naturkundemuseum gegrĂŒndet und ist seitdem stetig gewachsen. Das Haupthaus befindet sich in der Halle der alten Katharinenkirche. Die Sammlung umfasst Ausstellungen zur Flora und Fauna des Ostseeraums, Dokumentationen zum Schutz der Umwelt und der Meeresumwelt sowie zahlreiche PrĂ€sentationen lebender Meerestiere. Verbunden mit dem Deutschen Schifffahrtsmuseum, dem Ozeaneum, das 2008 auf der Hafeninsel Stralsund eröffnet wurde, dem Nautineum in DĂ€nholm und dem Natureum in Darß. Urlauber betreten das Deutsche Meeresmuseum ĂŒber den Vorplatz, wo ein historischer Fischtrawler zu sehen ist. Die Ausstellung ĂŒber die Ostsee befindet sich im zentralen Bereich. Im Keller können Sie Aquarien besuchen. FĂŒr das Meeresschildkrötenaquarium wurde ein neues GebĂ€ude errichtet. Das Deutsche Meeresmuseum ist tĂ€glich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Im Winter schließt es eine Stunde frĂŒher.

Kulturhistorisches Museum

Kulturhistorisches Museum Stralsund
Kulturhistorisches Museum Stralsund

Das Kulturhistorische Museum ist das Ă€lteste Museum in Mecklenburg-Vorpommern. Die Ausstellung wurde aus dem 1858 gegrĂŒndeten Landesmuseum Neu-Westpommern und RĂŒgen geboren. Seit 1924 werden die Ausstellungen im alten GebĂ€ude und im Kreuzgang des Klosters Stralsund aufbewahrt. Eckpfeiler der Sammlung sind die Kunstwerke, die der schwedische Generalgouverneur Axel Graf von Löwen der Stadt ĂŒberlassen hat. Als kulturhistorisches Museum erfĂŒllt die Sammlung Stralsund alle Anforderungen und wird stĂ€ndig erweitert und ergĂ€nzt. Im Museum fĂŒr Kulturgeschichte findet man Zeugnisse der Kolonialisierung von Stralsund im 8. Jahrhundert vor Christus. Besucher erfahren viele interessante Fakten ĂŒber die Geschichte der Stadt. Die Lebensbedingungen von Menschen verschiedener Schichten werden durch die Kultur des bĂŒrgerlichen Lebens veranschaulicht. Eine der wichtigsten Ausstellungen ist der Hiddenseer Goldschmuck aus dem 10. Jahrhundert. Der Schmuck wurde vor Hiddensee gefunden. 1993 konnte im Stadtgebiet ein mittelalterliches Becherglas ausgegraben werden, das auch die Sammlung des Kulturhistorischen Museums bereichert.

Bekannte und bedeutende Bauwerke in Stralsund

Das Rathaus von Stralsund

Stralsund Rathaus mit Marktplatz
Stralsund Rathaus mit Marktplatz

Das Rathaus ist das Wahrzeichen von Stralsund. Das gotische GebĂ€ude ist eines der schönsten GebĂ€ude der Backsteinarchitektur in Norddeutschland. Der Bau des Rathauses in Stralsund begann im 13. Jahrhundert. Das vierflĂŒgelige GebĂ€ude wurde ursprĂŒnglich als Kaufhaus genutzt. Es gab einmal ungefĂ€hr 40 GeschĂ€fte im Erdgeschoss. Auf dem Dachboden und im Keller wurden die verkauften Waren gelagert. Mitte des 14. Jahrhunderts erfĂŒllte das GebĂ€ude seine kĂŒnftige Funktion als Rathaus und wurde um TagungsrĂ€ume fĂŒr den Stadtrat erweitert. Bis zum 16. Jahrhundert waren die TagungsrĂ€ume des Rathauses nur ĂŒber eine Wendeltreppe zugĂ€nglich. Im 18. Jahrhundert wurde die Westseite des GebĂ€udes im Barockstil neu gestaltet. Die reich mit Figuren verzierte Fassade wurde im Rahmen dieser Arbeit beschichtet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Rathaus in seinen ursprĂŒnglichen Zustand zurĂŒckversetzt und die prĂ€chtige Fassade restauriert. Das Provinzmuseum, das als Grundlage fĂŒr die Sammlungen des Kulturhistorischen Museums diente, befand sich einst im Löwenschen Saal. Das Rathaus hatte frĂŒher einen Weinkeller und eine Galerie. Die Gemeindeverwaltung und das Stralsunder Standesamt befinden sich jetzt im GebĂ€ude.

Die Nikolaikirche

Nikolaikirche Stralsund
TĂŒrme der Nikolaikirche Stralsund

Östlich des Stralsunder Rathauses befindet sich die Nikolaikirche, die Ă€lteste Kirche der Hansestadt. Das religiöse GebĂ€ude wurde nach Nikolaus von Myra, dem Schutzpatron der Seeleute, benannt. Das GebĂ€ude wurde zwischen 1270 und 1350 erbaut. Der Haupteingang ist ĂŒber den Buttergang erreichbar, der die Kirche mit dem Stralsunder Rathaus verbindet. Die Nikolaikirche hat eine GesamtlĂ€nge von 87 Metern. Der SĂŒdturm erhebt sich 103 Meter in den Himmel. 1525 wurden viele Kunstwerke von PlĂŒnderern zerstört und im Laufe der Zeit wurden viele gotische Elemente dann durch Werke im Barockstil ersetzt. Die Nikolaikirche hat gut erhaltene GemĂ€lde, welche zu Beginn des 18. Jahrhunderts weiß gestrichen wurden. Die farbenfrohen Darstellungen wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts restauriert. Das Bild in der Nikolaikirche wird vom zwölf Meter hohen Altar bestimmt. Die Kirche hat auch mittelalterliche MaueraltĂ€re. Eines der wertvollsten AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde ist die Skulptur Anna Selbdritt, die um 1290 geschaffen wurde. Die Kirche hat drei spielbare Orgeln, die bei stimmungsvollen Konzerten zu hören sind.

Die Marienkirche von Stralsund

Stralsund Marienkirche
Die Marienkirche ĂŒberragt Stralsund

Die Marienkirche in Stralsund liegt am Neuen Markt mitten im Stadtzentrum. Das GebĂ€ude wurde erstmals 1298 erwĂ€hnt. Die Backsteinbasilika ist die grĂ¶ĂŸte Pfarrkirche in Stralsund und eine der wichtigsten spĂ€tgotischen Kirchen in Mitteleuropa. Das GebĂ€ude wurde der Marienkirche in LĂŒbeck nachempfunden. Nach einem Einsturz musste die Kirche zwischen 1382 und 1420 renoviert werden. Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert galt der 151 Meter hohe gotische Turm der Marienkirche Stralsund als das höchste GebĂ€ude der Welt. Vom Blitz zerstört, wurde es durch eine Kuppel im Barockstil ersetzt. Der mittlere achteckige Turm hat eine Gesamthöhe von 104 Metern. Wer keine Angst vor dem Aufstieg hat, kann einen herrlichen Panoramablick auf Stralsund und die Insel RĂŒgen genießen. Die Marienkirche in Stralsund ist 96 Meter lang und hat fĂŒnf Glocken. Die Kirche ist tĂ€glich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. WĂ€hrend dieser Zeit ist es auch möglich, den Turm zu besteigen.

Das Johanniskloster

Johanniskloster Stralsund
Innenhof des Johanniskloster in Stralsund

Das Johannis-Kloster erhebt sich nordöstlich des alten Marktes. Das ehemalige Franziskanerkloster St. Johannis wurde 1254 gegrĂŒndet. Zu dieser Zeit befand sich der Standort des Klosters vor den Toren der Stadt direkt am Ufer des Strelasunds. Das Kloster ist Teil der historischen Altstadt von Stralsund und gehört daher zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Anfang des 14. Jahrhunderts fertiggestellte GebĂ€ude wurde durch Spenden finanziert. Das Johanniskloster ist eines der Ă€ltesten GebĂ€ude in Norddeutschland und war einst einer der wichtigsten Punkte des Franziskanerordens im Ostseeraum. Es gibt kein Dokument ĂŒber die AnfĂ€nge der Geschichte des Klosters seit der Zerstörung der Klosterarchive. 1525 wurde der Johanniskloster gestĂŒrmt und geplĂŒndert. Die Mönche flohen oder gingen dem protestantischen Glauben ĂŒber, um in der Stadt zu bleiben. Die wohlhabenden Bewohner erhielten das Recht, in den alten Zellen der Mönche zu leben. Bei einem Brand im Jahr 1624 wurden die Hallenkirche und das Gehegedach zerstört und nicht wieder aufgebaut. Bei der Renovierung des OstflĂŒgels in den 1960er Jahren wurden gotische GemĂ€lde entdeckt. Teile des Stadtarchivs sind seit 1970 im Johanniskloster untergebracht. Der “leuchtende Korridor” ĂŒber dem Kreuzgang wurde 1973 renoviert.

Kniepertor

Stralsund Kniepertor
Blick auf das Kniepertor

Das Kniepertor ist eines der zehn alten Tore der Stadt Stralsund. Das GebĂ€ude hat seinen Namen von einer bĂŒrgerlichen Familie, die im 13. Jahrhundert in Stralsund einen guten Ruf genoss. Das GebĂ€ude wurde 1293 fertiggestellt und von dort aus diente das Knietor fĂŒr die alten Befestigungsanlagen der Stadt. Das BacksteingebĂ€ude mit Ziegeldach befindet sich am Ende der Knieperstraße. Das GebĂ€ude verdankt seine heutige Form den strukturellen VerĂ€nderungen im 15. Jahrhundert. Der Abriss des Knietors wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Betracht gezogen. Schließlich wurde nur das Nachbarhaus abgerissen, um Platz fĂŒr die Zunahme des Verkehrs in der Stadt zu schaffen. Das Knietor ist 11,5 Meter breit und 21 Meter hoch. Die Straßenbahn ĂŒberquerte das GebĂ€ude bis Mitte der 1960er Jahre. Heute wird das Tor nur noch von Radfahrern und FußgĂ€ngern durchquert. 1967 wurde der Kniepertor fĂŒr Wohnzwecke umgebaut. Das Tor kann bei einem Spaziergang durch das Stadtzentrum von Stralsund nicht ĂŒbersehen werden und ist ein beliebtes Fotomotiv fĂŒr Urlauber. Aufmerksame Touristen bemerken historische Spuren an der TĂŒr. Dazu gehören StĂŒtzen zum Verriegeln der Ketten, die die Straße fĂŒr Angreifer unpassierbar machten. Eine Gedenktafel erinnert an Friedrich Gustav von Petersson. Der Oberstleutnant wurde 1809 von französischen Truppen hingerichtet.

KĂŒtertor

Stralsund KĂŒtertor
KĂŒtertor von der Innenstadt aus gesehen

Das KĂŒtertor ist neben dem Kniepertor das einzige Überlebende der zehn Tore der Stadt der Hansestadt Stralsund. Das ĂŒber 10 Meter breite und rund 10 Meter tiefe Tor befindet sich am Ende der Heilgeiststraße im westlichen Teil der Altstadt. Damit befindet sich das GebĂ€ude auch im UNESCO-Weltkulturerbe “Stralsund und Wismar”. Das KĂŒtertor steht dort in seiner jetzigen Form seit 1446. Charakteristisch fĂŒr den alten Teil der Stadtbefestigung sind einerseits der spitzbögige Durchfahrt und zum anderen das Zeltdach. UrsprĂŒnglich als GefĂ€ngnis genutzt, wurde das Innere 1862 in WohnrĂ€ume umgewandelt und schließlich zwischen 1963 und 2003 als Jugendherberge genutzt. Das KĂŒtertor verdankt seinen Namen jedoch weder seiner Funktion zur Befestigung der Stadt noch dem GefĂ€ngnis, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass der KĂŒter wĂ€hrend des Baus des KĂŒtertors in diesem Stadtteil tĂ€tig war. Es ist der Name eines Metzgers, der die Eingeweide der Tiere behandelt hat. Heute gibt es im Torhaus ein Restaurant, das zum Verweilen nach einem Spaziergang durch die kulturreiche Altstadt von Stralsund einlĂ€dt.

Wulflamhaus

Stralsund Wulfamhaus

Das berĂŒhmteste Stadthaus in Stralsund steht auf dem alten Markt. Das perfekt erhaltene BacksteingebĂ€ude ist in Norddeutschland beispiellos. Das Wulflamhaus wurde Mitte des 14. Jahrhunderts von Stadtrat Bertram Wulflam in Auftrag gegeben. Der zukĂŒnftige BĂŒrgermeister baute wissentlich sein Haus direkt gegenĂŒber dem Rathaus. WĂ€hrend seiner nicht autorisierten offiziellen AktivitĂ€ten soll er den Schatz der Stadt im Wulflamhaus aufbewahrt haben. Das GebĂ€ude hat eine prĂ€chtige freiliegende Fassade mit Giebeln, typisch fĂŒr die Stralsunder Architektur. Das Wulflamhaus wurde mehrfach umgebaut und Ende der 90er Jahre komplett renoviert. Im Inneren können beeindruckende Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert bewundert werden. Eine FachwerkflĂŒgelverlĂ€ngerung wurde an der RĂŒckseite des GebĂ€udes angebracht. Das Wulflamhaus hatte einst ein Lagerhaus, eine Galerie und eine Brauerei. Wer bei einem Spaziergang durch Stralsund hungrig ist, wird im Wulflamhaus mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. DarĂŒber hinaus ist die Pressestelle der Stadtverwaltung in die historischen Mauern umgezogen. Das Vorpommern Theater befindet sich in der alten Brauerei im Hof.

Dielenhaus

Dielenhaus Stralsund
Dielenhaus Stralsund

Das Dielenhaus in der Hansestadt Stralsund befindet sich im Zentrum der “Historischen AltstĂ€dte Stralsund und Wismar”, einem von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Gebiet. Das denkmalgeschĂŒtzte Haus befindet sich in der MĂŒhlenstraße und ist mit der 700 km langen Ferienstraße Schwedenstraße verbunden. Sogar die Außenfassade des Hauses kann mit ihrem gestuften Giebel und den vielen liebevoll gestalteten Dekorationen beeindrucken. Der gotische Ziegelstein ist charakteristisch fĂŒr die GebĂ€ude innerhalb der Stadtmauer von Stralsund. Es lohnt sich auch, das frei zugĂ€ngliche GebĂ€ude zu betreten. Das gotische Kaufmannshaus aus dem 14. Jahrhundert besteht aus einem offenen Raum im Erdgeschoss. Diese typisch gotische Architektur diente damals einem praktischen Zweck. Das gerĂ€umige Erdgeschoss ermöglichte es, Waren aller GrĂ¶ĂŸen mit einem Lastenaufzug zu den Lagern im Obergeschoss zu transportieren und dort zu lagern. Der sogenannte Hausbaum bildet das tragende Element und wurde zu dieser Zeit verwendet, um das Gewicht beim Warentransport zu verlagern. DarĂŒber hinaus wird das historische GebĂ€ude auch fĂŒr alle Ausstellungen genutzt. UnabhĂ€ngig vom kulturellen Programm innerhalb der Mauern ist das Dielenhaus als wichtiges geschichtstrĂ€chtiges GebĂ€ude in der Altstadt von Stralsund auf jeden Fall einen Besuch wert.

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