Auf den Spuren des Usedom-Krimis: Drehorte der beliebten ARD Serie

Seebrücke Heringsdorf
Seebrücke Heringsdorf / ©katatonia82/depositphotos.com

Der Usedom-Krimi zählt zu den beliebtesten Kriminalfilmreihen im Ersten und lockt an den Krimi-Donnerstagen des Senders immer wieder Millionen Zuschauer vor die Fernseher. Die 2014 gestartete Krimi-Reihe spielt fast vollständig auf Usedom und gibt Zuschauern realistische Einblicke in das Leben auf der Sonneninsel, während sie gleichzeitig bei den spannenden Kriminalfällen miträtseln können.

Ohne Zweifel macht die Serie Lust auf Usedom, selbst in den verregneten und windigen Folgen. Fans der Serie können ihren Usedom-Urlaub also auch damit verknüpfen, sich die verschiedenen Drehorte einmal selbst anzuschauen. Auch die polnische Seite ist dabei sicherlich einen Besuch Wert.

Die kulturelle Vielfalt Usedoms

Zinnowitz auf Usedom
Zinnowitz auf Usedom / ©Madrabothair/depositphotos.com/

Wer schon einmal auf Usedom war, der weiß, dass die Insel weit mehr zu bieten hat als nur lange Sandstrände und ruhige Natur. Gerade im Bereich Kultur und Veranstaltungen zeigt sich eine erstaunliche Bandbreite. In den Kaiserbädern, wo der Krimi viel gedreht wird, finden regelmäßig Konzerte, Open-Air-Events und Festivals statt, die das ganze Jahr über Besucher anziehen.

Auch kleinere Bühnen, lokale Veranstaltungen und saisonale Highlights sorgen für Abwechslung. Gerade in den wärmeren Monaten ist der Veranstaltungskalender gut gefüllt und bietet Besuchern viele Möglichkeiten, Usedom auch abseits von Strand und Promenade zu erleben. Am Abend laden Bars und gemütliche Locations zum Ausgehen ein.

Was es ebenso wie auf den anderen deutschen Inseln nicht gibt, ist eine Spielbank für die reine Erwachsenen-Unterhaltung. Hierfür müsste man also zurück aufs Festland oder für Online-Varianten von Spielbankspielen tatsächlich ins Ausland. Casino Groups gibt einen Überblick über den internationalen Markt.

Die bekanntesten Schauplätze des Usedom-Krimis

Seebrücke in Ahlbeck
Seebrücke in Ahlbeck / ©eastfrisian/depositphotos.com

Wer neben Veranstaltungen, Kultur und Nightlife nun den echten Usedom-Krimi erleben möchte, der kommt an den bekannten Kaiserbädern nicht vorbei. Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin bilden das Zentrum vieler Szenen und prägen das visuelle Bild der Serie ganz entscheidend.

Vor allem die Seebrücken spielen dabei immer wieder eine zentrale Rolle. Die Seebrücke in Ahlbeck mit ihrer historischen Architektur gehört zu den markantesten Motiven und ist in mehreren Folgen zu sehen.

Auch die längere Seebrücke in Heringsdorf taucht regelmäßig auf und sorgt mit ihrer offenen Lage direkt am Meer für eine besondere Atmosphäre. Ergänzt wird das durch die Promenaden, die sich entlang der Küste ziehen und immer wieder als Schauplatz für Begegnungen und Ermittlungen dienen.

Neben den bekannten Ansichten am Wasser sind es auch die Villen im typischen Bäderstil, die den Charakter der Serie mitprägen. Weiße Fassaden, detailreiche Balkone und viel Ruhe im Hintergrund sorgen dafür, dass viele Szenen im Gedächtnis bleiben.

Dass ausgerechnet in dieser fast makellosen Urlaubs-Kulisse dann immer Verbrechen passieren, macht den Usedom-Krimi so spannend. Ein Besuch dieser Orte lohnt sich nicht nur für Fans der Serie. Die Kaiserbäder gehören zu den bekanntesten Reisezielen auf Usedom und bieten eine Mischung aus Strand, Architektur und lebendiger Atmosphäre.

Wer hier unterwegs ist, erkennt viele Szenen aus dem Usedom-Krimi wieder und bekommt gleichzeitig einen Eindruck davon, wie eng die Serie mit der Insel verbunden ist.

Das Mörderhus in Morgenitz und andere Dörfer

Kirche und Pfarrhaus in Morgenitz
Kirche und Pfarrhaus in Morgenitz Bild: Benreis CC BY-SA 3.0

Neben Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin tauchen im Usedom-Krimi auch immer wieder kleinere Orte auf. Anders als die Kaiserbäder stehen sie nicht dauerhaft im Mittelpunkt, werden aber gezielt für einzelne Handlungsorte genutzt. Dadurch bekommen die Szenen einen ganz besonders engen Bezug zur Realität.

Ein zentraler Ort ist Morgenitz. Dort steht das sogenannte „Mörderhus“, das bereits in der ersten Folge eine wichtige Rolle spielt und seitdem immer wieder auftaucht. Für viele Zuschauer ist genau dieses Haus eines der wiedererkennbarsten Motive der gesamten Reihe. Es steht sinnbildlich für das zugrundeliegende Drama und den Ernst des Usedom-Krimis, der zu den belebten Küstenorten nicht wirklich passen würde.

Auch andere Orte werden immer wieder eingebunden, allerdings eher fallbezogen. Murchin und Hohendorf bei Wolgast dienten unter anderem als Drehorte für einzelne Episoden wie „Entführt“. Solche Orte werden nicht dauerhaft etabliert, sondern je nach Geschichte ausgewählt, etwa wenn abgelegene Häuser, Höfe oder weniger belebte Gegenden gebraucht werden.

Lieperwinkel Sommer
Lieper Winkel Sommer

Der Lieper Winkel spielt weniger als konkreter Ort eine Rolle, sondern vielmehr als Landschaft. Die Region wird immer wieder für Außenaufnahmen genutzt, weil sie viel Weite, wenig Ablenkung und eine gewisse Abgeschiedenheit bietet.

Solche Bilder tauchen im Usedom-Krimi tatsächlich regelmäßig auf, begleitet von dramatischer Musik, vor allem wenn die Handlung bewusst ruhiger wird oder Spannung über eine eher düstere Atmosphäre aufgebaut werden soll.

Wer diese Orte besucht, erkennt nicht jede Szene sofort wieder. Genau das ist aber auch der Unterschied zu vielen anderen Serien. Die Drehorte sind keine inszenierten Kulissen, sondern ganz normale Orte, die so natürlich wie möglich in die Handlung eingebaut werden.

Können Fans beim Dreh auf Usedom dabei sein?

Kameramann beim Film drehen
Kameramann beim Film drehen / ©farvatar/depositphotos.com

Wer den Usedom-Krimi verfolgt, fragt sich vielleicht, ob sich Dreharbeiten auch einmal aus nächster Nähe beobachten lassen. Grundsätzlich ist das möglich, allerdings eher zufällig als planbar. Die Dreharbeiten finden in der Regel im Frühjahr und im Herbst statt, also außerhalb der Hauptsaison, wenn die Insel weniger stark besucht ist.

Gedreht wird viel an öffentlichen Orten, etwa entlang der Promenaden, in den Kaiserbädern oder in kleineren Ortschaften. Hinweise auf laufende Produktionen sind meist gut erkennbar, etwa durch Absperrungen, Technikfahrzeuge oder entsprechende Hinweisschilder. Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann daher durchaus auf ein Filmteam treffen.

Ein unmittelbares Zuschauen ist jedoch nur eingeschränkt möglich, da viele Bereiche während der Dreharbeiten abgesperrt werden. Mit etwas Abstand lassen sich einzelne Abläufe dennoch beobachten, etwa Vorbereitungen zwischen den Szenen. Auch ein kurzer Blick auf Darsteller ist in solchen Momenten nicht ausgeschlossen.

Gezielt planen lässt sich ein solcher Einblick kaum. Während der Drehzeiten auf der Insel unterwegs zu sein, erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit, zufällig auf eine Produktion zu stoßen.

Mitten hinein – So wird man Komparse

Wer selbst einmal Teil des Usedom-Krimis werden möchte, hat grundsätzlich die Möglichkeit, als Komparse mitzuwirken. Für viele Szenen werden regelmäßig Statisten gesucht, etwa für Aufnahmen in Cafés, auf Promenaden oder bei Veranstaltungen. Die Vergabe läuft in der Regel über Casting-Agenturen, die für die Produktion vor Ort tätig sind.

Ausschreibungen werden häufig online veröffentlicht, zum Beispiel über regionale Casting-Portale oder Social-Media-Kanäle. Gesucht werden dabei meist ganz unterschiedliche Typen, sodass keine spezielle Erfahrung notwendig ist. Wichtig ist vor allem zeitliche Flexibilität, da Drehtage oft kurzfristig angesetzt werden.

Die Einsätze dauern meist mehrere Stunden, gelegentlich auch einen ganzen Tag. Eine kleine Vergütung wird in der Regel gezahlt. Für echte Fans wäre es aber sicher auch ohne Vergütung einfach nur eine Ehre, zur nächsten Folge beitragen zu können.

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