Swinemünde im Winter – Geheimtipp für Ostseefans

Swinemünde im Winter
Swinemünde hat sowohl im Sommer als auch im Winter viel zu bieten.


Es ist die andere Seite Usedoms, eine faszinierende Seite und für Urlauber sicherlich von Interesse. Swinemünde, auch Świnoujście genannt, ist eine Hafenstadt und ein polnisches Ostseebad und wahrlich einen Besuch wert. Was es in Swinemünde zu entdecken gibt, welche Eindrücke auf Urlauber warten und welchen Charme das Örtchen im Winter hat, verrät dieser Artikel.

Wo liegt Swinemünde?

Diese Frage ist sehr leicht zu beantworten, denn Swinemünde liegt nirgendwo anders, als auf der Ostseeinsel Usedom. Die Insel ist zweigeteilt, auf der einen Seite liegt der deutsche Raum, auf der anderen der polnische Bereich. Doch nicht nur das allein: Die Stadt teilt sich auf zwei Inseln auf, denn auch Wollin gehört mit zu Swinemünde. Einige Infos im Überblick:

  • Einwohnerzahl – Swinemünde hat nur knapp 40.000 Einwohner, ist damit aber die größte Stadt auf Usedom und Wollin.
  • Entstehung – der Name der Ortschaft leitet sich von einer Flussmündung ab. Wie auch »Warnemünde« der Ort ist, wo die Warnow in die Ostsee mündet, leitet sich Swinemünde von der Flussmündung der Swine ab. Im 18. Jahrhundert lag noch das Dorf Swina dort, wo heute Swinemünde liegt. Die preußische Hafenstadt hat sich über die Jahrzehnte massiv vergrößert und galt noch in den Vierzigern als Weltbad. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Stadt an Polen zurück. Mittlerweile konnte sich Swinemünde den Ruf als Weltbad zurückerobern.

Für Touristen ist es relativ leicht, den Ort zu erreichen. Entweder sie wählen den Weg Mecklenburg-Vorpommern und reisen von dort aus nach Usedom, oder aber, sie reisen über Polen und Stettin an.

Swinemünde im Winter

Besonderer Charme für tolle Urlaubserinnerungen

Als Ostseebad und Kurort bietet sich Swinemünde wahrlich zu jeder Jahreszeit an. Im späten Herbst und Winter jedoch, dann, wenn die Hauptreisezeit längst vorbei und die nächste nicht einmal in Ansätzen begonnen hat, bekommt Swinemünde einen ganz besonderen Charme. Es ist nicht winterlich kalt wie an anderen Orten Polens, dafür gibt die Ostsee noch viel zu viel über den Sommer aufgestaute Wärme ab. Es ist aber auch nicht so voll, wie in den warmen Jahreszeiten. Kurzum ist Swinemünde im Winter der wahrgewordene Balsam für die gestresste Seele. So können Urlauber:

  • Spaziergänge – Swinemünde hat einen feinen Sandstrand, der sich über 12 Kilometer zieht und durchschnittlich vierzig Meter breit ist. Freilich ist es zum Baden zu kühl im Winter, doch der frische Wind und die Weite des Meeres erlauben es, sich die Sorgen und den Stress vom Gemüt wehen zu lassen.
  • Natur – Swinemünde wartet mit wunderbaren Parkanlagen und natürlichen Schönheiten auf. Karsiborska Island bietet Winterwanderern oder Radfahrern ebenso einige Highlights, wie den Wassersporttouristen im Sommer. Um zu dieser Insel zu kommen, ist eine Fährfahrt notwendig. Auch der Park Zdrojowy bietet mit seinen Wäldern und Wiesen eine gelungene Abwechslung vom Großstadtlärm.

Freilich ist auch die Promenade von Swinemünde zu jeder Jahreszeit ein Traum. Wintertouristen schätzen zumeist die Ruhe, die aber auch nicht von Abgeschiedenheit zeugt, da doch immer noch ausreichend Leben vorhanden ist. So sind auch viele Spa- und Wellnessangebote im Ostseebad rund ums Jahr geöffnet. Dasselbe gilt für die Geschäfte, Restaurants und das Nachtleben von Swinemünde. Zudem existieren zahlreiche günstige Hotels, die bereits ab 51 Euro pro Nacht gebucht werden können.

Die Stadt lebt nicht allein vom oder für den Tourismus, sondern sie ist ein Ort, der das ganze Jahr über Möglichkeiten bietet. Genau dies ist natürlich ein Vorteil für winterliche Touristen und ein Pluspunkt, der Swinemünde von kleinen Seebädern abhebt. Durch die doch hohe Einwohnerzahl ist der Ort ständig lebendig, während andere Ostseebäder im Winter größtenteils verlassen sind und Touristen in die nächst größere Stadt reisen müssen.

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Swinemünde Piratenschiff

Welche Highlights warten?

Schon allein fürs bloße Auge hat Swinemünde so einiges zu bieten. Nicht nur ist die Ortschaft der Statthalter der Ostseeleuchttürme, in der Altstadt lässt sich die Geschichte auch live erleben und praktisch vom Beginn zum heutigen Tage die Stadtentwicklung Schritt für Schritt nachverfolgen. Langeweile kommt also nicht auf:

  • Stadtzentrum – es kann nur jedem Reisenden empfohlen werden und das Stadtzentrum inklusive der Fährfahrt auf die andere Stadtseite zu erkunden. Auf der Usedomer Seite befinden sich noch Bauten aus dem 18. Jahrhundert. Schrittweise geht es weiter über das 19. und 20. Jahrhundert – bis es auf der anderen Flussseite in die Moderne geht.
  • Historisches Rathaus – dieses Gebäude entstand um 1806 herum. Es wurde im Krieg nur leicht beschädigt, da nur ein Museum und die Sparkasse untergebracht waren. Aktuell ist es das Museum der Hochseefischerei.
  • Christuskirche – die 1881 umgebaute Kirche ist seitdem neugotisch und bietet einer großen Orgelanlage aus dem Jahr 1927 Platz.
  • Leuchtturm – er befindet sich auf der Wolliner Seite und ist ein während der preußischen Zeit im Jahre 1857 errichtet worden. Der Leuchtturm ragt 64,8 Meter in die Höhe und ist somit der höchste Leuchtturm der Ostseeküste. Ab 1990 wurde er saniert und kann nun über 308 Stufen erklommen werden.
  • Ostmole – sie entstand zwischen 1818 und 1823 und erstreckt sich auf einer Länge von 1.500 Metern.

Natürlich warten auch der Naturpark Wollin und das Stettiner Haff auf Reisende im Winter. Wer sich nach langen Spaziergängen oder Radtouren erholen möchte, der sollte die kulinarischen Schätze des Ortes entdecken. Entlang der Promenade befinden sich zwei sehr gute Restaurants, Fisch gibt es im Abakora oder Neptun.

Ein günstiges Highlight für Touristen ist übrigens oft die Übernachtung. Auf der polnischen Seite ist Usedom deutlich günstiger, unabhängig davon, ob es sich um eine Pension oder um ein Ressort handelt.

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Swinemünde hält einige Highlights parat.

Fazit – empfehlenswert, auch im Winter

Letztendlich müssen Urlauber für sich entscheiden, ob ein Ostseebad für sie im Winter geeignet ist. Schwimmen ist nun nur in Hotels und Schwimmbädern möglich und das Wetter ist oft unbeständig. Dafür lässt sich Swinemünde um diese Jahreszeit aber bestens erkunden, da der Besucherstrom deutlich geringer ist als in den Sommermonaten. Viel zu bieten haben die polnische Seite Usedoms und die Nachbarinsel Wollin auf jeden Fall – Langeweile kommt nicht auf und wer sich entspannen will, ist hier im Winter genau richtig.

Luftbild Swinemünde ( Bild-Lizenz: FAL / Ralf Roletschek)

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