Bunkeranlage in den Peenewiesen

Bunkeranlagen in den Peenewiesen

Peenemünde im Norden der Insel Usedom hat sich in den letzten Jahren zu einem Museum an der Ostsee entwickelt. Der Ort auf der Insel Usedom ist dank des Heeresforschungszentrum landesweit und international bekannt. Um das Forschungsinstitut und die hier hergestellten und gelagerten Raketen V1 und V2 zu schützen, wurden in den Peenewiesen viele Bunker errichtet. Was es über die Bunkeranlage in den zu wissen gibt, könnt Ihr in diesem Beitrag lesen.

Die Hintergründe der Bunkeranlagen

Bereits 1932 begann das deutsche Militär mit der Raketenforschung. Die Wehrmacht richtete 1936 das Forschungszentrum der Armee Peenemünde ein, um eine Langstreckenrakete zu entwickeln. Die abgeschiedene Lage im Norden der Usedom-Insel war ideal für geheime militärische Forschungen. Das Ziel der von Wernher von Braun geleiteten Wissenschaftlergruppe war der Bau einer Rakete mit flüssigem Brennstoff, die 750 kg Bomben über große Entfernungen transportieren und schließlich ihr Ziel genau treffen und zerstören kann.

Nach mehreren gescheiterten Versuchen starteten die Wissenschaftler am 3. Oktober 1942 erfolgreich eine Rakete vom Typ A4 (Aggregat 4) über eine Entfernung von 192 Kilometern, wonach sie auf die Ostsee traf. Zwei Jahre später setzte die Wehrmacht diese Rakete als V-2 (Vergeltungswaffe) vor allem gegen Großbritannien ein.

Zehntausende von Zwangsarbeitern wurden bei der Entwicklung und dem Bau der Rakete an verschiedenen Produktionsstandorten eingesetzt. Die KZ-Häftlinge, die im Army Research Center und auf dem Testgelände der Luftwaffe Zwangsarbeit verrichteten, wurden auf Anordnung der technischen und militärischen Abteilungen des Hauptbüros der SS-Wirtschaftsverwaltung (WVHA) eingesetzt.

Die ersten Gefangenentransporte kamen im Juni 1943 aus Buchenwald an. Zwei Lager wurden eingerichtet, um die Gefangenen unterzubringen. Eines auf dem Produktionsgelände und eines in der nahe gelegenen Gemeinde Karlshagen. Im Lager Karlshagen I, das bis Anfang 1945 bestand, wurden jeweils rund 1.200 Gefangene inhaftiert. Sie mussten zehn Stunden am Tag im »Werk Ost« arbeiten, häufig sehr gefährliche Aufgaben verrichten und erhielten nur geringe Lebensmittelrationen.

Wissenswertes zu den Peenewiesen

Das Naturschutzgebiet Peenweisung bei Gützkow war ein 59 Hektar großes Naturschutzgebiet in Mecklenburg-Vorpommern. Es lag nördlich der Peene, drei Kilometer südöstlich der Stadt Gützkow. Das noch vorhandene Grabensystem führt zum Absinken von Mooren und zur Entwässerung des Grundwassers in die Peene.

Gemähte feuchte Wiesen dominieren die Region, die nur einen kleinen Teil im ganzen Bundesland umfasst. Feuchte Stellen im Frühjahr sind arm an Phosphor und Kalium, die für Pflanzen wichtig sind. Nur Stickstoff ist im Überfluss vorhanden. Es gibt Kohldistel- und Pfeifengraswiesen. Die Mehlprimel und die Strauchbirke sind sogenannte Relikte der Eiszeit. Die Orchideenflora mit breitblättriger Orchidee, baltischer Orchidee und fliegender Orchidee hat seltene Vertreter in den nordöstlichen Ebenen.

Typische Arten sind Binsen, Schlammseggen, Flohseggen, Hausseggen, schuppige gelbe Seggen, saftige Gräser und Skorpionmoos. Südlich des Turbinengrabenwaldes mit Kreuzdorn, Schwarz-Erle und Moorbirke. Das Peenetal ist bekannt für seine vom Aussterben bedrohten Schmetterlinge wie den Tagfalterarten wie Baldrian-Scheckenfalter, Großer Heufalter, Moor-Feuerfalter, und Großer Feuerfalter, die im Schutzgebiet zu finden sind. Der Schwalbenschwanz wurde am Rande des Tals beobachtet. Erwähnenswert sind die beiden sehr seltenen Spinnenarten Agyneta decora und Pardosa sphagnicola. Zu den Brutvögeln in der Umgebung zählen die Bekassine, Blaukehlchen und Beutelmeise.

Video von der Bunkeranlage auf den Peenewiesen

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Bilder von den Peenewiesen

Bilder von Usedom Fotograf Jens Rasehorn Photography

Karte & Anfahrt

Verkehrsanbindung Usedomer Bäderbahn StralsundWolgastAhlbeck, in Zinnowitz umsteigen in die Zweiglinie nach Karlshagen und Peenemünde.

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