Mahn- und GedenkstÀtte KZ-Arbeitslager Karlshagen

Mahn-und GedenkstÀtte Karlshagen
Ostsee Urlaub

Auf der Ostseeinsel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern befanden sich zwischen 1936 und 1945 das Heeresforschungszentrum und das VersuchsgelĂ€nde der Luftwaffe. FĂŒr den Bau der V-2-Rakete musste die Wehrmacht eine große Belegschaft aus Tausenden von HĂ€ftlingen entsenden. Zu diesem Zweck wurden auf dem VersuchsgelĂ€nde die KZ-Außenlager RavensbrĂŒck Karlshagen I und II eingerichtet. Mehrere Haltepunkte entlang der PeenemĂŒnder Denkmallandschaft erinnern an das Schicksal der HĂ€ftlinge.

Über die Mahn- und GedenkstĂ€tte der KZ-Arbeiter in Karlshagen

Dies ist das Denkmal in Karlshagen. In den 60er Jahren wurde an der SĂŒdseite dieses Friedhofs ein Massengrab mit 56 Toten entdeckt. Einige von ihnen hatten Einschusslöcher im SchĂ€del, was darauf hinweist, dass sie hingerichtet worden waren. Es wird vermutet, dass es sich bei diesen Opfern um Sklavenarbeiter oder Kriegsgefangene handelte, die gezwungen waren, am Bau der PeenemĂŒnder Anlagen zu arbeiten.

Die feierliche Bestattung dieser Toten fand am 30. Mai 1968 statt, als sie neben den 2000 Bombenopfern der Luftangriffe auf PeenemĂŒnde und Karlshagen vom 17. und 18. August 1943 sowie vom 17. Juli 1944 platziert wurden.

DarĂŒber hinaus wurde ein Denkmal fĂŒr Zwangsarbeiter und Opfer des Nationalsozialismus errichtet, um das Hochkreuz fĂŒr die Opfer der Bombenangriffe auf PeenemĂŒnde und Karlshagen zu ersetzen. Die Einweihung des Denkmals erfolgte am 8. Mai 1970.

In den Jahren 1994/95 erfolgte eine Umgestaltung des Denkmals. Der Platz vor dem Kenotaph wurde verkleinert und rechts eine Gedenktafel angebracht, die an die Opfer des Zweiten Weltkriegs in Karlshagen en Trassenheide erinnert.

Inschrift auf der Gedenktafel

Die Tafel lautet:

“Also seid ihr verschwunden aber nicht vergessen
Niedergeknuppelt aber nicht widerlegt
Zusammen mit allen unverbesserbar weiterkÀmpfenden
Hier ruhen Slachtopfer des Faschismus”.

Die Opfer von Karlshagen

Die Leichen von etwa 170 HĂ€ftlingen aus dem Lager Karlshagen I wurden vermutlich von Dezember 1943 bis September 1944 im Krematorium Greifswald eingeĂ€schert. In den spĂ€ten 1960er Jahren wurden bei PeenemĂŒnder Friedhof die sterblichen Überreste von 56 Toten gefunden. Es wird angenommen, dass dies ein Fund von Skeletten von Gefangenen ist. Es gibt Hinweise darauf, dass einige von ihnen in den Kopf geschossen wurden. Die genaue Anzahl der in PeenemĂŒnde / Karlshagen getöteten HĂ€ftlinge ist nicht bekannt.

Nach der Verlagerung der Produktion in den Harz durchliefen von 1943 bis 1945 rund 60.000 HĂ€ftlinge das KZ Mittelbau-Dora und seine Außenlager. Mit ihnen wurden Tunnel ausgebaut und Raketen hergestellt. SchĂ€tzungsweise 20.000 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter starben vor allem aufgrund unmenschlicher Arbeits- und Lebensbedingungen bei der Herstellung von Raketen an verschiedenen Produktionsstandorten. Von September 1944 bis MĂ€rz 1945 verursachten V2-Raketen in London und anderen englischen StĂ€dten Tod und Zerstörung.

Video ĂŒber das Arbeitslager und die GedenkstĂ€tte

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Besuchen Sie das Ehrenmal in Karlshagen

PeenemĂŒnde ist heutzutage ein beliebtes Touristenziel mit vielen Erholungsparks und Badeorten. Der Friedhof und das Denkmal machten sogar eine Art vergessenen Eindruck. Der Friedhof befindet sich direkt neben der Hauptstraße und ist leicht zu finden.

Wenn Sie im Sommer in Karlshagen oder PeenemĂŒnde ĂŒbernachten möchten, seien Sie schlau und buchen Sie im Voraus.

Genaue Lage und Anfahrt zur GedenkstÀtte

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