Denkmallandschaft Peenem├╝nde

Museumslandschaft Peenem├╝nde
Ostsee Urlaub

Peenem├╝nde liegt auf der Insel Usedom im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern an der Deutschen Ostsee. Peenem├╝nde ist der Geburtsort der ber├╝chtigten fliegenden V-1-Bombe und der V-2-Rakete. Das V steht ├╝brigens f├╝r Vergeltungswaffe, den Propagandabegriff, den die SS f├╝r ihre technologischen letzten Bem├╝hungen verwendeten, um das Blatt in den letzten Momenten des verlorenen Krieges zu wenden. Sie wurden w├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs von hier aus entwickelt, getestet und gestartet. Das Gel├Ąnde wurde von alliierten Streitkr├Ąften schwer bombardiert.

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Von den Fabriken ist nicht mehr viel ├╝brig, aber das Kraftwerk, einige Raketen und ein Bunker sowie einige weitere interessanter Orte in Peenem├╝nde bleiben f├╝r die Besucher ├╝brig. Diese sind in einer sogenannten Denkmallandschaft aufgef├╝hrt. Sie k├Ânnen diese nacheinander besuchen.

Denkmallandschaft Rundgang durch Peenem├╝nde

Die Bunkerwarte

In Bezug auf die Architektur ist das alte Kraftwerk heute ein technisches Denkmal im renovierten Zustand, das trotz einer Verl├Ąngerung der DDR-├ära die typischen Merkmale der nationalsozialistischen Architektur veranschaulicht. Neben der Modernit├Ąt von Form und Funktion sowie der zentralen Bedeutung, die die Anlage f├╝r die Energieversorgung der Peenem├╝nd-Anlagen hatte, wird ihre besondere Rolle durch die Tatsache unterstrichen, dass das Kraftwerk, die dazugeh├Ârigen F├Ârdersysteme und die Kontrolle des Bunkers Das Zimmer und die Hafenanlagen insgesamt sind praktisch vollst├Ąndig. erhalten geblieben sind. Zwischen 1940 und 1943 wurde die Anlage vom Anlagenbaudienst der Siemens-Schuckert AG als Energiezentrum f├╝r die Forschungsinstitute in Peenem├╝nde errichtet. Die einstufige Transformatorerweiterung ist ein struktureller Bestandteil des Kraftwerks, bei dem es sich um eine Skelettstruktur aus Klinker-Stahlbeton mit angrenzenden Bauteilen handelt, in denen jeweils eigene Funktionseinheiten untergebracht sind.

Ein Teil davon war die Installation des Transformators, mit dem die Spannung des Stroms umgewandelt wurde, der f├╝r die ├ťbertragung, Verteilung und Verwendung in den Testeinrichtungen erzeugt wurde. Die Struktur der Transformator Baugruppe war in gro├čer Gefahr: Undichte Dachhaut, manchmal vom Einsturz bedroht.

Die Kapelle

1876 ÔÇőÔÇőwurde auf dem Friedhof des alten Fischerdorfes eine Friedhofskapelle errichtet. Der Meister war Friedrich Kr├Ąger, dessen Name am Eingang auf eine Tafel geschrieben steht.

Seit dem Bau der Raketenfabrik im Jahr 1936 wurde die Kapelle, die sich jetzt in der milit├Ąrischen Sperrzone befand, vernachl├Ąssigt und seit Jahrzehnten aufgegeben. 1993 nutzte die Gemeinde den 50. Jahrestag des ersten Bombenanschlags auf Peenem├╝nde in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1943, um die Kapelle wieder aufzubauen. Es wurde so stark besch├Ądigt, dass es in historischer Form wieder aufgebaut wurde. Der Innenraum wurde neu gestaltet. Die Kapelle sollte heute auch als Denkmal f├╝r die Opfer von Peenem├╝nde dienen. Die Einweihung fand am 18. August 1993 statt.

Die Kapelle ist ein Fachwerkhaus und als Achteck, Achteck konzipiert. Das obere Ende ist ein achtteiliges Dach mit einer laternenf├Ârmigen Befestigung, die die Form der Kapelle in kleinem Ma├čstab wiederholt. Die Dacheindeckung besteht aus spanischem Schiefer, die Blehaube an der Laterne und das Edelstahlkreuz an der Oberseite bilden eine geschmackvolle optische Einheit im Material.

Auf dem Friedhof befindet sich ein Gedenkstein, der 1930 in einem kleinen Denkmal am Ufer des Peenestrom errichtet wurde.

Der Plan, den Stein zu errichten, kam von der Gesellschaft der Freunde von Greifswald, um Schweden zu studieren. Der aus Schweden stammende Stein, der in einer Werkstatt in Wismar bearbeitet wurde, wurde am 26. Juni 1930 anl├Ąsslich des 300. Jahrestages der Landung der schwedischen Armee von den Studentenunternehmen der Universit├Ąt Greifswald mit dem ├Ârtlichen Unternehmen verwendet unter K├Ânig Gustav II. Adolf w├Ąhrend des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges 1630 in der N├Ąhe von Peenem├╝nde zog Professor Paul ein. Es tr├Ągt die Inschrift: Verzweifeln Sie nicht. Du kleiner Haufen! Gustav Adolf landete hier im Sommer 1630, und deutsche Bewunderer seines Volkes bauten diesen Stein 1930.

Das Sauerstoffwerk

Der Ende 1938 beschlossene weitere Ausbau des Army Research Institute ist mit der Massenproduktion von Raketen verbunden. In Peenem├╝nde war es daher auch erforderlich, fl├╝ssigen Sauerstoff im industriellen Ma├čstab herzustellen. Die A4-Rakete (V2) wurde mit Alkohol angetrieben, der mit Wasser und fl├╝ssigem Sauerstoff verd├╝nnt war. Etwa 4 Tonnen der beiden Komponenten wurden f├╝r einen Raketenstart ben├Âtigt. Das Sauerstoffsystem in der Entwicklungsanlage reichte f├╝r die ben├Âtigten Sauerstoffmengen nicht mehr aus. Im Juli 1942 wurde an der Stelle des zerst├Ârten Dorfes Peenem├╝nde eine weitere Sauerstoffanlage errichtet. Jeden Tag, 24 Stunden am Tag, wurden in drei Teams 13.000 kg fl├╝ssiger Sauerstoff extrahiert. In einem komplizierten physikalischen Prozess, den Linde urspr├╝nglich f├╝r Eismaschinen entwickelt hatte, wurde die Luft in ihre Bestandteile zerlegt und der Sauerstoff auf -138 Grad abgek├╝hlt und somit verfl├╝ssigt. Dieser fl├╝ssige Sauerstoff wurde in isolierten Kesselwagen zu den Pr├╝fst├Ąnden transportiert. Der Energiebedarf der Sauerstoffanlage war sehr hoch. Von den 30 MW, die die Anlage j├Ąhrlich produzierte, verbrauchte allein die Sauerstoffanlage 22 MW. Trotz der Sch├Ąden durch die alliierten Bombenanschl├Ąge im Jahr 1944 wurde die Sauerstoffproduktion ohne gro├če Einschr├Ąnkungen fortgesetzt. Nach dem Krieg wurde die technische Ausr├╝stung auf Befehl der sowjetischen Milit├Ąrverwaltung abgebaut und teilweise in B├╝tzow (Landkreis G├╝strow) f├╝r den Bau einer neuen Sauerstoffanlage verwendet. Das Peenem├╝nde-Geb├Ąude wurde durch Demontage- und Sprengversuche schwer besch├Ądigt. Ab 1951 hatte das alte Sauerstoffwerk w├Ąhrend des Baus des Seedienstes im Haupthafen von Peenem├╝nde Lagerr├Ąume und das B├╝ro der Baufirma. Seitdem ist das denkmalgesch├╝tzte Geb├Ąude eine Ruine in Peenem├╝nde.

Der Flugplatz Peenem├╝nde

Die Bauarbeiten am Flugplatz Peenem├╝nde fanden 1935/36 statt. Ferngesteuerte Waffen, Raketenflugzeuge und Raketen wurden w├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs im Rahmen des Testzentrums vor Ort getestet. Die Startpunkte f├╝r den Fieseler Fi 103 (V1) -Test lagen am nord├Âstlichen Rand des Flugplatzes. Nach dem Start der A4 (V2) begann er auch regelm├Ą├čige Aufkl├Ąrungsfl├╝ge, um den Aufprallpunkt zu finden.

Am Ende des Krieges wurde das Gel├Ąnde durch angloamerikanische Luftangriffe besch├Ądigte Flugplatz am 4. Mai 1945 von der sowjetischen Armee besetzt und zun├Ąchst deaktiviert. Die Maschinen wurden in die Sowjetunion gebracht und die Einrichtungen explodierten bis 1947. 1949 wurde das Gel├Ąnde wieder nutzbar gemacht, Holzkonstruktionen errichtet und Kampfpiloten und Kampfeinheiten mit Jak-3, Jak-9 (Jak-9) ausger├╝stet. bis 1951) waren MiG-15 und MiG-17 (bis 1960) stationiert. Mitarbeiter waren in Karlshagen stationiert.

Heute sind die Eigent├╝mer oder Mieter des gesamten Gel├Ąndes gespalten, es gibt gro├če Unterschiede in den Vorstellungen der Nutzung des Gel├Ąndes f├╝r Touristen zwischen dem Flughafenbetreiber und dem ├Ârtlichen V├Ârderverein, der F├╝hrungen durch das alte Testgel├Ąnde anbietet. Sie k├Ânnen also nur einige interessante Bereiche und Testeinrichtungen besuchen, da gro├če Teile blockiert sind.

Das KZ-Arbeitslager Karlshagen I

Um den wachsenden Arbeitskr├Ąftemangel in den Testeinrichtungen in Peenem├╝nde auszugleichen, wurden zwischen Mai 1943 und April 1945 Zwangsarbeiter eingesetzt. Um die Arbeiter unterzubringen, wurde im Ksh-Arbeitslager Karlshagen I gebaut direkte N├Ąhe der Gemeinschaftskaserne Ost. Die Geb├Ąude des Lagers wurden urspr├╝nglich f├╝r die Wehrmacht gebaut und bestanden aus f├╝nf Gefangenenbaracken, einer K├╝che, einem Badehaus und einem Exerzierplatz. Es war von einem Stacheldrahtzaun und mehreren kleinen Bunkern und Wacht├╝rmen f├╝r die Lagerw├Ąchter umgeben.

Das Lager beherbergte etwa 1500 m├Ąnnliche Gefangene verschiedener Nationalit├Ąten, die haupts├Ąchlich an den Teststandorten der Luftwaffe arbeiteten. Sie machten Bodenarbeiten auf dem Flugplatz Peenem├╝nde, tankten Flugzeuge auf und mussten nicht explodierte Bomben entsch├Ąrfen, die bei Luftangriffen abgeworfen wurden. W├Ąhrend der Tests des V1 Katapult (ÔÇ×Fieseler Fi 103ÔÇť oder ÔÇ×FZG 76ÔÇť) mussten die Arbeiter den 150 kg schweren Kolben bergen und Projektile aus den umliegenden Sumpfgebieten testen. 248 Zwangsarbeiter starben aufgrund der harten Behandlung unter schweren Bedingungen und der schlechten Ern├Ąhrung.

Nach den alliierten Bombenanschl├Ągen vom 18. August 1943 und 17. Juli 1944 beschlossen die Deutschen, die Produktion der V1 und V2 in den Untergrund zu verlagern. Ab Januar 1945 wurde das KZ-Arbeitslager Karlshagen I allm├Ąhlich von seinen Arbeitern aufgel├Âst, als schlie├člich im April 1945 die letzten 200 Gefangenen in eines der schrecklichsten Arbeitslager der Nazi-Deutschen, das Lager ÔÇ×Dora-MittelbauÔÇť, gebracht wurden, um im Untergrund zu arbeiten Anlage in Nordhausen. Im selben Monat (in den N├Ąchten vom 3. bis 4. April) bombardierte die RAF die Einrichtung in Nordhausen und traf auch die Kaserne der Zwangsarbeiter. Neben der Zerst├Ârung von drei Vierteln der Stadt Nordhausen sterben sch├Ątzungsweise 1450 Arbeiter.

Obwohl das Gel├Ąnde mit einem Schild gekennzeichnet ist, befindet es sich neben der offenen Stra├če, sodass es leicht ├╝bersehen werden kann. Und wenn Sie es schaffen, anzuhalten und einen Blick darauf zu werfen, werden Sie feststellen, dass vom KZ-Arbeitslager Karlshagen I nicht mehr viel ├╝brig ist. Die Holzkaserne ist vollst├Ąndig verschwunden, obwohl Sie noch einige ihrer Fundamente im Laub sehen k├Ânnen. Die meisten umliegenden Wachbunker sind noch vorhanden, wurden aber nach dem Krieg offensichtlich abgerissen. Wahrscheinlich ist die einzige Struktur, die ziemlich intakt bleibt, das Duschgeb├Ąude, das Sie finden k├Ânnen, wenn Sie dem Pfad von der Stra├če in den Wald folgen. Das Geb├Ąude befindet sich auf der rechten Seite am Ende des Pfades.

Wenn Sie ein wenig ├╝ber das Gel├Ąnde blicken, k├Ânnen Sie sehen, dass der Ort mit allen m├Âglichen Dingen ├╝bers├Ąt ist, die fr├╝her zum Lager geh├Ârten.

Der Bahnsteig am Haltepunkt Werk Ost

Eines der ersten Bauprojekte der Forschungsinstitute in Peenem├╝nde war der Bau einer Industriebahn, die am 28. Juli 1937 offiziell in Betrieb genommen wurde und auf den einzigen deutschen St├Ądten mit S-Bahn-Linien basiert: Berlin und Hamburg. Es operierte zun├Ąchst zwischen Zinnowitz, der westlichen Fabrik und der ├Âstlichen Fabrik. In den folgenden Jahren wurde das Streckennetz kontinuierlich erweitert, so dass andere Bereiche der Fabrik mit dem Zug erreicht werden konnten. In der gr├Â├čten Expansionsphase erreichte das Streckennetz eine L├Ąnge von 106 km. Dampflokomotiven mit Personenkraftwagen und sp├Ąter mehreren batteriebetriebenen Einheiten wurden zum Transport von Passagieren eingesetzt. Der elektrische Zugbetrieb begann am 15. April 1943.

Die Haltestelle East Plant wurde von Mitarbeitern des Entwicklungswerks und Bewohnern des Gemeindelagers auf der anderen Stra├čenseite genutzt. Da sich das Zwangsarbeitslager Karlshagen I in unmittelbarer N├Ąhe befand, endete auch hier der Transport von Gefangenen. Heute ist diese Plattform die einzige leicht zug├Ąngliche Haltestelle auf dem alten Testgel├Ąnde, die in ihrer urspr├╝nglichen Form beibehalten wurde. Es besteht aus Betonfertigteilen und ist ca. 180 m lang. Da sich die Zugt├╝r und die Bahnsteigkante auf gleicher H├Âhe befanden, war das Ein- und Aussteigen leicht. Es wurden elektrische Z├╝ge der Serie ET167 verwendet, eine modifizierte Version der Berliner S-Bahn-Z├╝ge mit Oberleitungsst├╝tzen. Ein originaler Werkbahnzug ist heute im Historisch-Technischen Museum ausgestellt.

Die Hauptwache

Die Hauptwache befand sich am Eingang des Forschungszentrums der Armee Peenem├╝nde Ost und des Testzentrums der Westluftwaffe Peenem├╝nde. Es umfasste das Wachgeb├Ąude mit den Wachr├Ąumen und ein Postamt. Im ersten Stock des Geb├Ąudes befand sich eine Wohnung, in der der Leiter des Nachrichtenzentrums bei seiner Familie lebte. Zu diesem Komplex geh├Ârte auch eine Garage. Die Hauptwache war eine Verkehrskontrollstation. Aufgrund der hohen Sicherheitsbestimmungen konnten einzelne Sperrbereiche nur mit entsprechenden Berechtigungen betreten werden. Zu diesem Zweck hatten Mitarbeiter von Forschungsinstituten spezielle Ausweise und Abzeichen in verschiedenen Formen und Farben. Diese Abzeichen sollten sichtbar auf der Kleidung getragen werden. W├Ąhrend der Erweiterung der Versuchsanlagen nahm die Bedeutung der Prim├Ąrwache ab, da in den verschiedenen Bereichen separate Wachen eingerichtet wurden. Nach Kriegsende wurde die Hauptwache durch Demontageteams entfernt, mit Ausnahme der ├ťberreste, die heute noch existieren.

Das Fernheizungssystem

Als das Kohlekraftwerk in der Altstadt von Peenem├╝nde 1942 in Betrieb genommen wurde, produzierte es nicht nur Strom, sondern versorgte auch gro├če Bereiche des Peenem├╝nder Testgel├Ąndes mit W├Ąrme. Von hier aus wurden nicht nur die gro├čen Werkst├Ątten der Pilotanlage beheizt, sondern auch das Lager der Karlshagener Kaserne und bestimmte Stra├čen der Unterteilung beheizt. Die Geb├Ąude wurden mit Dampf mit einer Temperatur von 132 Grad Celsius ├╝ber ein weitgehend verzweigtes System mit teilweise oder unterirdischen Rohren versorgt. Parallel zum S-Bahn-Gleis des Sauerstoffkraftwerks kamen zwei Leitungen aus dem Kraftwerk, die am Waldrand gespalten waren und dann separat zum Verteilungsgeb├Ąude f├╝hrten. Von dort aus diversifizierte sich das Stromnetz in einzelne Leistungsteile. Lieferungen in andere St├Ądte im Norden der Insel Usedom waren ebenfalls geplant. So sollte zwischen Trassenheide und Zinnowitz eine Stadt mit 20.000 Einwohnern gebaut werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Fernw├Ąrmenetz von den sowjetischen Besatzungsm├Ąchten abgebaut. Das Kraftwerk Peenem├╝nde produzierte erst 1990 elektrische Energie. Heute befindet sich das historische technische Informationszentrum im Kraftwerk, dem gr├Â├čten Industriendenkmal in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Verladerampen

F├╝r die sogenannte Pilotanlage in Peenem├╝nde sollte urspr├╝nglich eine Materiallagerhalle mit einer Grundfl├Ąche von 180 mx 95 m und einer H├Âhe von 18 m errichtet werden. Es wurde von der Montage Schlempp entworfen, aber wegen des Materialmangels nie vollst├Ąndig ausgef├╝hrt. Nur die Grundplatte und das Abstellgleis wurden fertiggestellt. In der riesigen Halle wurden Materialien f├╝r die Massenproduktion der A4-Rakete aufbewahrt.

Nach dem ersten Luftangriff auf Peenem├╝nde im August 1943 und der anschlie├čenden Verlagerung der Serienproduktion in die unterirdische Produktionsst├Ątte Mittelbau-Dora bei Nordhausen wurde auch der weitere Ausbau des Materiallagers eingestellt. Die Anlage wurde jedoch als unfertiger Bauhof genutzt, von dem aus die Baustellen der Forschungsinstitute in Peenem├╝nde mit den erforderlichen Baumaterialien versorgt wurden. Noch heute ist die Bodenplatte des Geb├Ąudes im Gel├Ąnde deutlich sichtbar, ebenso wie das Abstellgleis des Geb├Ąudes, die Laderampe und die Treppe.

Der urspr├╝ngliche Plan, den Dywidag im Oktober 1939 vorlegte, sah f├╝r Peenem├╝nde nicht weniger als drei gro├če Produktionshallen, eine gro├če Reparaturwerkstatt und drei gro├če Abnahmepr├╝fst├Ąnde vor. Innerhalb des Army Research Institute repr├Ąsentiert die Versuchsreihe das monumentalste monumentale Gebiet.

Der Bau ├╝bernahm die Firma Dywidag, die bereits den Bau des Volkswagen-Werks in Wolfsburg und fr├╝her f├╝r das Army Weapons Office – u. ein. auch in Kummersdorf – war aktiv gewesen. Die Halle F1 wurde im Mai 1943 fertiggestellt, und am 17. Juni 1943 kamen die ersten KZ-H├Ąftlinge auf dem Gel├Ąnde an. Sie waren im Keller der Halle untergebracht. Im Juli 1943 lief dann mit besagten Gefangenen die Standardproduktion der A4-Rakete bis zum Bombenangriff vom 17.18. Im August 1943 waren die Arbeiten zun├Ąchst abgeschlossen. Insbesondere in der F1-Produktionshalle konvergierten die Ergebnisse der Entwicklung der A4-Rakete. Nachdem die ersten Raketen fast von Hand hergestellt worden waren, wurden die Grundlagen f├╝r die Serienproduktion ausgearbeitet und somit die Voraussetzungen f├╝r andere Arbeiten oder die Herstellung von z. erstellt in Central Dora.

Die Wohnsiedlung

Mit der Einrichtung des Forschungsinstituts der Ostarmee Peenem├╝nde und des Testzentrums der Westluftwaffe Peenem├╝nde wurden auch regelm├Ą├čige Mitarbeiter ben├Âtigt, um geeignete Wohnr├Ąume zu schaffen. 1936 wurde mit dem Bau einer modernen Unterteilung f├╝r 400 Arbeiter begonnen. Die ersten Wohnungen standen im Sommer 1937 zur Verf├╝gung. Eine Kolonie mit entsprechender Infrastruktur wie Kaufhaus, Schule und Restaurants wurde gebaut. In den Jahren 1938/39 begann die Planung einer Erweiterung der Kolonie, da der Personalbedarf weiter zunahm. Die ehemalige Strandkolonie Karlshagen wurde in diese Erweiterung einbezogen.

Bis zum britischen Luftangriff im August 1943 wurden in der Kolonie etwa 2.500 Wohnungen f├╝r etwa 5.000 Einwohner gebaut. Drei Viertel der H├Ąuser wurden w├Ąhrend des Luftangriffs zerst├Ârt. Eine Stra├če ist jedoch weitgehend intakt geblieben und zeigt die Formen und Methoden des Aufbaus. Von den zerst├Ârten Gebieten der Kolonie sind die Gartenstrukturen im aktuellen Waldgebiet noch sichtbar.

Luftschutzbunker

Bis 1943 gab es in der Fabrik in Ost vier Luftschutzbunker, aber nur diejenigen, die in der Fabrik arbeiteten und lebten, konnten Zuflucht finden. Im westlichen Werk gab es nur acht Luftschutzbunker f├╝r alle Mitarbeiter. Dar├╝ber hinaus wurden an vielen verschiedenen Stellen einfache Luftschutzbunker verschiedener Art aus Betonrohren ohne Stahlverst├Ąrkung hergestellt. Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels konnten diese Splitterschutzstrukturen nicht unterirdisch errichtet werden.

Die Rohre waren bis zu 10 m lang und hatten einen Durchmesser von etwa 1,50 m. Die Wandst├Ąrke betrug 30 cm. Im Inneren war der Luftschutzkeller mit einer durchgehenden Holzbank ausgestattet. Diese R├Âhren hatten rechteckige Eing├Ąnge ohne T├╝ren auf einer oder beiden Seiten und waren mit einer dunklen Erdschicht bedeckt. Im Bereich des Karlshagener Arbeitslagers (das sp├Ąter zum VKN-Lager wurde) k├Ânnen insgesamt 37 ├Ąhnliche Splitterschutzstrukturen gefunden werden.

Der Bahnhof Karlshagen Siedlung

Der Bahnhof Karlshagen Siedlung war der gr├Â├čte Personenbahnhof der Fabrikbahn des Forschungsinstituts der Armee Peenem├╝nde. Es hatte 3 teilweise ├╝berdachte Plattformen, die durch einen Fu├čg├Ąngertunnel zug├Ąnglich waren. Die Nutzung der Peenem├╝nder Bahn war f├╝r Mitarbeiter und Familienangeh├Ârige kostenlos. Das h├Âlzerne Bahnhofsgeb├Ąude der Siedlung Karlshagen ist nicht mehr erhalten – die Bahnsteige, Ausg├Ąnge und der Fu├čg├Ąngertunnel sind noch vorhanden.

Das h├Âlzerne Bahnhofsgeb├Ąude befand sich am Rande der Unterteilung. In diesem Geb├Ąude konnte man von drei Seiten in den Tunnel und von dort zu den Bahnsteigen gelangen und die Stra├če nach Peenem├╝nde ├╝berqueren. Ein zweiter Tunneleingang befand sich auf der anderen Seite des Bahnhofs in der alten Peenem├╝nder Stra├če. Die Tickets wurden an speziellen Schaltern am Eingang des Tunnels ├╝berpr├╝ft. F├╝r Mitarbeiter der Peenem├╝nder Testinstitute und deren Familienangeh├Ârige war die Reise kostenlos. Die Station, die 1942 fertiggestellt wurde, diente auch als ├ťbergabestation. Hier hielten Reichs-Fernverkehrsz├╝ge und Sie k├Ânnen in die S-Bahn umsteigen. Bei Fahrplan├Ąnderungen verkehrten alle 5 bis 10 Minuten S-Bahn-Z├╝ge am Bahnhof Karlshagen Siedlung. Der Stationstunnel wurde auch als ├Âffentlicher Luftschutzkeller genutzt.

Das Ehrenmal und der Friedhof Karlshagen

Mitte der 1960er Jahre wurde auf der S├╝dseite des Friedhofs Peenem├╝nde ein Massengrab mit 56 Toten entdeckt. Sie waren Gefangene aus dem Konzentrationslager Karlshagen I. Die Zeremonie der Umsiedlung der Toten auf den Friedhof von Karlshagen fand am 30. Mai 1968 statt. Neben der Grabst├Ątte wurde im Peenem├╝nder-Bau von Forschungsinstituten das Denkmal f├╝r Zwangsarbeiter und Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Der Maler Klaus Roessler schuf den Kenotaph in Form eines dreiteiligen Mosaiks, das das Leiden, die Solidarit├Ąt und den Widerstand der Gefangenen in den Konzentrationslagern der Versuchsanlagen Peenem├╝nder darstellt. Das Denkmal wurde am 8. Mai 1970 unter dem Namen “Peenem├╝nde – Karlshagen Memorial” eingeweiht. Zur Zeit der DDR wurde der Kenotaph f├╝r verschiedene politische Zwecke verwendet. 1994/95 wurde das Denkmal neu gestaltet. Der Platz vor dem Kenotaph wurde verkleinert und rechts eine Gedenktafel angebracht, um den Opfern des Zweiten Weltkriegs in Karlshagen und Trassenheide zu gedenken.

Auf dem Karlshagener Friedhof wurden auch nach dem ersten Luftangriff auf Peenem├╝nde im August 1943 die Opfer der Karlshagener Siedlung beigesetzt. Dieser Bereich des Friedhofs blieb bis Ende der 1950er Jahre f├╝r sich allein, und viele Holzkreuze, die urspr├╝nglich auf Gr├Ąbern platziert waren, gingen in der Nachkriegszeit verloren. Der aktuelle Zustand des Bestattungskomplexes mit kleinen dunklen Steinplatten und gro├čen Gedenksteinen reicht bis in die folgenden Jahre zur├╝ck.

Das Gemeinschaftslager Trassenheide

Das Gemeinschaftslager Trassenheide wurde urspr├╝nglich 1941 f├╝r Facharbeiter aus den Testreihen erbaut. Es wurde jedoch sp├Ąter zur Unterbringung von Arbeitern genutzt, die von einer Vielzahl von Bauunternehmen zur Gr├╝ndung der Peenem├╝nder Forschungsinstitute eingesetzt wurden. Zu diesen Arbeitnehmern geh├Ârten auch deutsche Servicemitarbeiter, ausl├Ąndische Arbeitnehmer aus Italien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik sowie Zwangsarbeiter aus Osteuropa (Polen, Ukraine). Das Werk wurde in drei Phasen kontinuierlich erweitert, da die unz├Ąhligen Bauma├čnahmen des Army Research Center und der angrenzenden Unterabteilung die Wissenschaftler zu einer stetig wachsenden Belegschaft zwangen.

Nach der letzten Erweiterung umfasste das Lager 40 Unterbringungskasernen und 18 Funktionsgeb├Ąude (Kantine, Kaserne usw.) f├╝r insgesamt rund 4.000 Arbeiter. Die Inhaftierten wurden nach ihrer Nationalit├Ąt getrennt untergebracht, und die Bedingungen f├╝r die Unterbringung und das Leben im Lager sowie die ├ťberlebenschancen der verschiedenen Gruppen von Arbeitnehmern waren sehr unterschiedlich. Das gesamte Lager ist sehr fragmentiert, da es beim ersten gro├čen Luftangriff der Royal Air Force am 17. und 18. August 1943 irrt├╝mlich bombardiert wurde. Ungef├Ąhr 300 Menschen wurden get├Âtet. Das Lager wurde nach dem Bombenangriff geschlossen.

Das Kl├Ąrwerk Karlshagen

Wie die gesamte Infrastruktur der Anlagen und Einrichtungen in Peenem├╝nde wurde die Versorgung mit Trinkwasser und sanit├Ąren Einrichtungen sorgf├Ąltig geplant. W├Ąhrend des Baus der Anlage wurde von Anfang an der Transport des Abwassers ├╝ber ein dichtes Kanalnetz und effiziente lokale Sammelaufbereitungsanlagen ber├╝cksichtigt. Die Wasser- und Kl├Ąranlagen sind noch heute erkennbar. Die Karlshagen-Kl├Ąranlage ist bis heute beispielhaft f├╝r diese Stationen, da sie voll funktionsf├Ąhig ist und als Reserve- oder Notfallbecken dient. Es wurde zur Reinigung von Abw├Ąssern aus der Forschungsanlage und den umliegenden Anlagen gebaut.

Die Bunkeranlagen in den Peenewiesen

Mit der Schaffung der Heeresversuchsanstalt und der geplanten Serienproduktion der Rakete A4 (“V2”) wurden in Peenem├╝nde geeignete und sichere Lagerm├Âglichkeiten ben├Âtigt. Von den zw├Âlf geplanten oberirdischen Lagerbunkern wurden nur neun in den Peenewiesen gebaut. Einige Geb├Ąude wurden aus Betonfertigteilen zusammengebaut und Betonsegmente in der Mitte des Systems wurden zur Unterst├╝tzung der rumpff├Ârmigen Dachkonstruktion verwendet. Jeder Bunker enthielt zwei Kammern f├╝r Raketen, die auf Eisenbahnwaggons gelagert waren. Diese Lagerbunker sind jedoch nicht nur in den Serienpr├╝fst├Ąnden und Produktionsst├Ątten des Testreihenwerks in Peenem├╝nde funktionsf├Ąhig, sondern auch f├╝r die Raketenproduktion in Mittelbau-Dora.

Urspr├╝nglich war geplant, die in Peenem├╝nde hergestellten und getesteten Raketen nur vor├╝bergehend zu lagern und zu testen, bis sie in ein Arsenal in Bunkern ├╝berf├╝hrt werden. 1944 wurden zwei der Bunker kurzzeitig f├╝r Raketenspeicherexperimente verwendet, wobei der Schwerpunkt auf den Auswirkungen der Langzeitlagerung auf die Funktionalit├Ąt der Rakete lag. Das unterschiedliche Verhalten des Materials in trockenen und feuchten Klimazonen wurde untersucht. Die Tests mussten jedoch nach einigen Wochen abgebrochen werden, da die Bunker f├╝r andere Lagerzwecke ben├Âtigt wurden. Nach dem Krieg wurden die Bunker gem├Ą├č dem Potsdamer Abkommen zerst├Ârt.

Das Sch├Âpfwerk Piese

Vor 1936 bestand der n├Ârdliche Teil von Usedom, genannt Peenem├╝nder Haken, gr├Â├čtenteils aus feuchten Wiesen an der Peene und vor allem aus einer sumpfigen Landschaft im Nordosten der Insel. Zu diesem Zeitpunkt waren die Arbeitseinheiten bereits damit besch├Ąftigt, die Peene-Pr├Ąrie zu entw├Ąssern. Der Bau der riesigen Einrichtungen und Geb├Ąude des Heeresversuchsanstalt machte es erforderlich, den Grundwasserspiegel in diesen Bereichen zu senken. In den fr├╝hen 1940er Jahren verst├Ąrkten der Reichsarbeitsdienst und Spezialunternehmen, die haupts├Ąchlich ausl├Ąndische Arbeitskr├Ąfte besch├Ąftigten, die Austrocknung der Gebiete.

Der Deich

Die Stadt Peenem├╝nde und ganz Peenem├╝nder Haken erlitten wiederholt verheerende Sturmfluten, da Teile der Region 1 Meter unter dem Meeresspiegel lagen. Aus dem Hafen von Karlshagen an der Nordspitze der Insel Usedom wurde im Rahmen der Gr├╝ndung der Peenem├╝nder Forschungsinstitute ab 1939 ein Deich gelegt. Dieser Deich war ca. 4 km lang, bis zu 4 m hoch und etwa breit 3 m oben. W├Ąhrend des Dammbaus wurde der C├Ąmmerer See von der Peene getrennt. Um den Hochwasserschutz auf dem Flugplatzstandort und in der Region Peenem├╝nde weiter zu verbessern, wurde Sand aus Peene und Bodden in die ausgewiesenen Baugebiete freigesetzt, und die Flugplatzbereiche und das Niveau des Standorts wurden um ca. 2 m erh├Âht. Der Peene-Deich bildete auch die Grenze des Testgel├Ąndes. Heute ist es eines der seltenen Elemente des Army Research Institute, das noch im urspr├╝nglichen Sinne erhalten ist und weiterhin seine urspr├╝ngliche Funktion erf├╝llt.

Der Messturm auf der Insel Ruden

Bis 1945 wurde die kleine Insel Ruden in der Peene-M├╝ndung haupts├Ąchlich vom Luftwaffen-Testzentrum Peenem├╝nde-West als Messbasis genutzt. Zu diesem Zweck wurde urspr├╝nglich ein 30 Meter hoher Holzturm gebaut, der zur Beobachtung und Messung von Flugobjekten aus Peenem├╝nde diente. 1943 wurde an derselben Stelle ein f├╝nfst├Âckiger Turm aus Stahlbeton mit klinkerverkleideter Fassade errichtet, der bis heute erhalten ist. Auf der Beobachtungsplattform wurden Cinotheodolites installiert, die die Flugbahn filmten und somit wichtige Werte f├╝r die Berechnung der Flugbahn lieferten. Ab 1943 wurde die Insel zu einer befestigten Flugabwehrposition, da sie sich direkt auf der bevorzugten Flugbahn f├╝r alliierte Bombergruppen befand und daher von besonderer taktischer Bedeutung war. In der Nachkriegszeit und nach dem Abzug der sowjetischen Besatzungsm├Ąchte wurde auf der Insel eine Kaserne f├╝r die Grenzschutzeinheiten der Volksmarine errichtet.
Kriegsgefangenenlager Wolgast-Tannenkamp

Von Januar 1943 bis September 1944 befand sich im heutigen Wolgast in der heutigen Karriner Stra├če das “2-đí Arbeitslager Arbeitskommando Wolgast”. Das Lager f├╝r rund 300 bis 400 Kriegsgefangene war dem Hauptlager STALAG II / C Greifswald unterstellt. Es war von einem doppelten Stacheldrahtzaun mit zwei Wacht├╝rmen umgeben. Neben den Wohnbaracken und einer Krankenstation umfasste das Camp auch eine Tischler- und Schlosserwerkstatt, eine Lounge, eine Graphitwerkstatt und eine Elektrotechnikwerkstatt. Dort waren die meisten sowjetischen Kriegsgefangenen untergebracht, die technische Zeichnungen f├╝r das Instituts in Peenem├╝nde auf der Insel Usedom anfertigten. Hier wurden auch Graphitstrahlruder f├╝r die dort entwickelte A4 / “V2” -Rakete hergestellt.

Startrampe der Fi 103 / ÔÇ×V1″ in Zempin

Die Fi 103 waren die ersten Marschflugk├Ârper, die jemals eingesetzt wurden. Ein unbemanntes Flugzeug, das fast eine Tonne Sprengstoff transportierte. Das Flak Regiment 155 (W) wurde im Juli 1943 in Zempin gegr├╝ndet, um die Kriegsanstrengungen vorzubereiten. Die Luftbomben und Startrampen wurden hier von drei Positionen im K├╝stenwald aus getestet und die Einsatzteams geschult. Jeder Posten bestand aus einer Startrampe, einem Richtgeb├Ąude und einigen Nebengeb├Ąuden.

Auf dem Radweg zwischen Zinnowitz und Zempin gibt es noch Spuren der Posten von Feld II, f├╝r die ein 6 m hoher k├╝nstlicher H├╝gel angeh├Ąuft wurde. Von dort wurde Fi 103 parallel zur pommerschen K├╝ste in Richtung Danziger Bucht gedreht und die Flugbahn der Beobachtungsstationen entlang der K├╝ste gemessen.

Ab Juni 1944 wurde die Fi 103 f├╝r NS-Propaganda gegen die gro├čen St├Ądte Westeuropas eingesetzt. Die Massenproduktion erfolgte unter anderem durch Zwangsarbeiter und KZ-H├Ąftlinge in VW-Werken in Wolfsburg und in den unterirdischen Tunneln bei Nordhausen im Harz. Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg rund 22.000 Fi 103 eingesetzt.

Eine Nachbildung eines Fi 103 und einer originalen Startrampe ist im Historischen und Technischen Museum Peenem├╝nde zu sehen.

Schloss Pudagla / ÔÇ×Karlshagen IIIÔÇť

Helmut Hoelzer entwickelte an den Peenem├╝nder Forschungsinstituten den sogenannten “Mischer”, den ersten autonomen Bordcomputer zur Steuerung einer Rakete und einen elektronischen Analogcomputer zur Simulation von Flugbahnen. Nach der Bombardierung von Peenem├╝nde durch die Royal Airforce im August 1943 wurde die Abteilung Hoelzers unter dem Codenamen “Karlshagen III” auf die Burg Pudagla verlegt. Dort wurde bis Anfang 1945 der analoge Computer installiert. Hoelzer selbst war auf das Waldhaus in Neu Pudagla beschr├Ąnkt. Der analoge Computer wurde 1946 in den USA eingef├╝hrt. Hoelzer zog nach Kriegsende auch in die USA und unterst├╝tzte die Erforschung von Wernher von Brauns-Raketen in Fort Bliss und White Sands. 1960 wurde er “IT-Direktor” am Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama.

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