Laboe U-Boot U-995

Laboe U-Boot U-995

Neben dem Marine Ehrenmal ist das U-Boot U-995 eine wichtige SehenswĂŒrdigkeit in dem kleinen Ort Laboe an der OstseekĂŒste nĂ€he Kiel (Deutsche Ostsee). Heute besuchen jĂ€hrlich etwa 350.000 Menschen das Boot U-995, welches seit 1972 bisher Anziehungspunkt von fast 10 Mio. Besuchern war.

U-Boot in Laboe

Jeder der sich fĂŒr U-Boote interessiert hat sicherlich schon einmal etwas vom U-Boot U-995 gehört. Es ist das letzte in Deutschland erhaltene U-Boot vom Typ VII-C/41.

  • Der Typ VII-C war der meistgebaute U-Boot Typ im Zweiten Weltkrieg.
  • U-995 wurde im September 1943 in den Dienst gestellt und fĂŒhrte neun Feindfahrten durch.

Deutschland verfĂŒgte nur ĂŒber 57 U-Boote zu Beginn des Weltkrieges, jedoch baute man im Laufe des Krieges 1098 Boote neu. Im U-Boot Krieg vernichteten Sie in fast 68 Monaten 14,3 Millionen Bruttoregistertonnen feindlicher Schiffe. WĂ€hrend dieser KĂ€mpfe gingen fast alle U-Boote unter und mit ihnen starben die Soldaten. Nur 10.000 von den ursprĂŒnglich 40.000 MĂ€nnern sahen ihre Heimat wieder.

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U-995 teilte jedoch dieses Schicksal nicht. Als eines der wenigen U-Boote hat es den Kampf nicht verloren und steht nun als technisches Museum am Strand von Laboe, direkt neben dem Marine Ehrenmal.

Technische Daten

LĂ€nge: 67,2 m
Breite: 6,2 m
Tiefgang: 4,8 m
Höhe: 9,6 m
Druckkörper (Durchmesser): 4,7 m
DruckkörperstÀrke: 20,5 mm
Tauchtiefe (konstruiert/erreicht): 120 m/240 m
Abtauchzeit: 30 sek.
VerdrĂ€ngung ĂŒber Wasser: 759 mÂł
VerdrÀngung unter Wasser: 1070 m³
Besatzung: 4 Offiziere, 4 OberbootsmĂ€nner, 10 Unteroffiziere, 27–34 Mannschaftsdienstgrade

Bewaffnung

Torpedorohre (Bug/Heck): 4/1
Torpedos: 12 (oder 26–39 Minen)
1 × 3,7 cm Flugabwehrkanone
2 × 2,0 cm Zwillings-Flugabwehrkanone

Antrieb

2 × MAN 6-Zylinder-Dieselmotoren mit je 1400 PS
2 × BBC-Elektromotoren zu je 375 PS

Höchstgeschwindigkeit (aufgetaucht/getaucht): 17 Knoten (kn) / 7,6 kn (1 Knoten = 1,852 km/h)
Fahrstrecke (aufgetaucht/getaucht): 10000 Seemeilen (sm) bei 7 kn / 130 sm bei 2 kn
Treibölvorrat: 113,5 t

Das technische Museum U-995

Nach Kriegsende ĂŒbernahm die norwegische Marine das U-Boot U-995 als Test- und Ausbildungsboot KNM Kaura. 1965 musterten sie das U-Boot aus und gaben es feierlich am 2. Oktober 1971 an Deutschland zurĂŒck. Seit 1972 liegt das U-Boot U-995 als Museumsschiff fĂŒr die Besucher in Laboe bereit.

Anfahrt nach Laboe

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