Landkreis Parchim

Der Landkreis Parchim wurde bei der Kreisgebietsreform 2011 mit dem Landkreis Ludwigslust zum Landkreis Ludwigslust-Parchim zusammengelegt. Der Landkreis befindet sich im SĂŒdwesten Mecklenburg-Vorpommerns und hat eine FlĂ€che von 4752 kmÂČ. Er ist der ist der zweitgrĂ¶ĂŸte Landkreis Deutschlands. Parchim ist Kreisstadt, die Verwaltung befindet sich in Ludwigslust. Parchim liegt ca. 80 km vor Wismar an der deutschen Ostsee.

Geschichte Landkreis Parchim

Der Landkreis Parchim wurde zu einer frĂŒheren Kreisgebietsreform, im Jahre 1994, durch das Gesetz zur Neuordnung der Landkreise und kreisfreien StĂ€dte Mecklenburg-Vorpommerns vom 1. Juli 1993 aus den ehemaligen Landkreisen LĂŒbz, Parchim, Schwerin und Sternberg gegrĂŒndet.  Nach Artikel 95 der damaligen Kommunalverfassung fĂŒr das Land Mecklenburg-Vorpommern (KV M-V) waren die Landkreise berechtigt, eigene Wappen und Flaggen zu fĂŒhren, die mit ihrer Geschichte und den demokratischen GrundsĂ€tzen ĂŒbereinstimmen.

Wappen & Siegel

Nach der Neubildung des Kreisgebietes war ein neues Wappen fĂŒr den neuen Landkreis erforderlich und die Einwohner des Landkreises waren an der Gestaltung des damaligen Wappens beteiligt, das der Innenminister des Landes Mecklenburg Vorpommern, Rudi Geil, am 4. Juli 1996 genehmigte.

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Wappen Landkreis Parchim

“In Gold ein hersehender schwarzer Stierkopf mit schwarzen Hörnern, geschlossenem Maul und einer goldenen Krone, von der drei kleeblattförmige Zinken sichtbar sind, ein rechtes blaues SchrĂ€geck und ein linkes unteres blaues SchrĂ€geck.” (Wortlaut der Genehmigung des Innenministers des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Rudi Geil, vom 04. Juli 1996)

Die frĂŒhere Herrschaft Parchim fĂŒhrte im Siegel einen Stierkopf – nicht den mecklenburgischen – sondern den Parchim-Riechenbergischen. Dieser war identisch mit dem Stierkopf des Stadtwappens der Kreisstadt Parchim. Der Stierkopf wurde im ersten Siegel von Privislav I FĂŒrst von Parchim, als Herrschaftszeichen fĂŒr die recht kurzlebige Herrschaft Parchim-Riechenberg (1238-1316) eingefĂŒhrt. Von diesem Siegel war aber kein Exemplar vollstĂ€ndig, sondern nur in BruchstĂŒcken in zwei Urkunden erhalten. Die erste Urkunde stammt aus dem Jahr 1238. Von deren Siegel ist auf einem BruchstĂŒck nur die untere Seite eines Stierkopfes sichtbar. Von der zweiten Urkunde aus dem Jahr 1241 zeigen die Reste nur ein rechts gebogenes krĂ€ftiges Stierhorn und innerhalb der Windung desselben einen Ring. Dieses Siegel war offensichtlich nur wenige Jahre in Gebrauch, denn das zweite Siegel Privislavs I stellte ihn selbst ohne jegliches Wappen ab 1249 dar. Auch sein Sohn nutzte ein Bildnissiegel, fĂŒgte diesem aber einen Schild mit einem gekrönten Stierkopf hinzu. Aus den BruchstĂŒcken und den anderen Siegeln konnte im vergangenen Jahrhundert das ursprĂŒngliche Siegelbild rekonstruiert und in eine zeitgenössische Form gesetzt werden. Es zeigt einen hersehenden schwarzen Stierkopf mit schwarzen Hörnern, geschlossenem Maul und einer goldenen Krone, von der drei mit Perlen besetzte Zinken sichtbar sind. Dieser Stierkopf unterscheidet sich deutlich vom mecklenburgischen Stierkopf, der silberne Hörner, ein aufgerissenes Maul, eine heraushĂ€ngende Zunge und ein Halsfell hat.

StÀdtepartnerschaften

Partnerschaft zum Landkreis Cuxhaven

Bereits im November 1990 begrĂŒndete der ehemalige Landkreis Parchim die Partnerschaft zum Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Seither arbeiten Kreistage und Verwaltungen in allen wichtigen Bereichen zusammen. Zwischen Einwohnern, Gemeinden, Vereinen, VerbĂ€nden sowie sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Vereinigungen wurden zahlreiche Kontakte geknĂŒpft.

Partnerschaften zum Landkreis Rayon/Ventspils (Lettland) und zu Valga (Estland)

Seit 1992 bestehen erste Beziehungen des ehemaligen Landkreis Parchim zu dem Landkreis Rayon / Ventspils (Lettland) und des ehemaligen Landkreises LĂŒbz zu Valga (Estland). Die Hauptaufgaben laut Partnerschaftsvertrag liegen in der Leistung von BeitrĂ€gen zur weiteren Entwicklung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Republiken Lettland und Estland sowie der UnterstĂŒtzung des Gedankens fĂŒr die Einheit Europas. Durch die Zusammenarbeit soll das kulturelle, gesellschaftliche und wissenschaftliche Leben sowie die Bildung der BĂŒrger beider Partnerkreise bereichert werden. Neben direkten Kontakten und Erfahrungsaustauschen zwischen den Gemeinden und Verwaltungen sollte auch die Einbeziehung der BĂŒrger, der VerbĂ€nde, Vereine und Initiativgruppen erweitert werden. Im September 1994 beschloss der Kreistag des Landkreises Parchim als Rechtsnachfolger die FortfĂŒhrung dieser bestehenden partnerschaftlichen Beziehungen. Seither konnten insbesondere durch gegenseitige Besuche die begrĂŒndeten Kontakte weiterhin gepflegt und erweitert werden.

Partnerschaft mit Landkreis Yunlin auf Taiwan

Im MĂ€rz 1999 reiste eine Delegation des Landkreises Parchim auf die Insel Taiwan in den Landkreis Yunlin. WĂ€hrend des Aufenthalts im Landkreis Yunlin wurde in einer besonderen Veranstaltung, der Partnerschaftsvertrag durch die KreistagsprĂ€sidenten und die LandrĂ€te unterzeichnet. Sie erklĂ€rten ĂŒbereinstimmend, dass es von grĂ¶ĂŸter Bedeutung sei, dass auch BĂŒrger, Vereine, VerbĂ€nde, Parteien, SchĂŒler und KĂŒnstler miteinander in Verbindung treten. Schwerpunkte sollten die Kontakte im Wirtschaftsbereich und im Tourismus in der Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen sein.

MentalitÀt der Bevölkerung

Wenn man in Mecklenburg Urlaub macht ist es von Vorteil ĂŒber die MentalitĂ€t der einheimischen Bevölkerung einige wichtige Dinge zu wissen.

  • Ein Mecklenburger ist nur dann ein wahrer Mecklenburger wenn mindestens drei Generationen (vĂ€terlicher und mĂŒtterlicherseits) in Mecklenburg ansĂ€ssig waren. Ansonsten ist er “Der Neue” oder “Der Zugereiste”. Es ist ja seine eigene Schuld, dass seine Vorfahren sich nicht hier angesiedelt haben.
  • Der Mecklenburger gibt sich stets weltmĂ€nnisch (zur Jugendweihe oder Konfirmation ist fast jeder einmal bis nach Schwerin gereist) und redselig. So kommt es vor, dass wĂ€hrend eines geselligen Beisammenseins oft bis zu 20 Worte oder sogar ganze SĂ€tze gewechselt werden. GĂ€ste, die mehr reden, werden sofort als geschwĂ€tzig bezeichnet.
  • An Unterhaltungen nimmt er rege teil und heizt die Stimmung durch nachhaltige Äußerungen wie Jooo (Ja), Nööö (Nein) oder HmHmm (Aha) krĂ€ftig an.
  • Sprichwörtlich ist die Entschlussfreudigkeit des Mecklenburgers. So wurde oft beobachtet, dass er sich spontan nach zwei oder drei Jahren zum Kauf eines neuen Hutes oder eines Paar Schuhe entschließt.
  • Ungerechter Weise wird der Mecklenburger als stur bezeichnet. Dieser Eindruck entsteht aber nur aus der Tatsache heraus, dass er, im Gegensatz zu anderen weiter sĂŒdlich ansĂ€ssigen Bewohnern, erst denkt und dann redet.
  • Der Mecklenburger befĂŒrwortet alles Neue und Fortschrittliche, vorausgesetzt bei ihm verĂ€ndert sich nichts. Im § 1 der mecklenburgischen Landesverfassung heißt es “Alls blift bien ollen” (Alles bleibt beim Alten).
  • Feiern in Mecklenburg gelten als wenig temperamentvoll. Der Grund hierfĂŒr liegt in der Trinkfestigkeit des Mecklenburgers. Da AuswĂ€rtige das Ende der Feier nur noch im Rausch erleben, können sie von der spĂ€ter einsetzenden bombigen Stimmung nichts berichten.
  • Der Mecklenburger neigt nicht zu Überreaktionen oder Aktionismus was ihm teilweise den Ruf eines Phlegmatikers eingetragen hat. Die Wahrheit ist, sollte fĂŒr Morgen der Weltuntergang vorhergesagt werden, wĂŒrde sich der Mecklenburger Heute noch nicht damit befassen.

Quelle: landkreis-parchim.de

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