
Die Wallensteintage Stralsund sind ein jährliches Volksfest in der Hansestadt Stralsund. Es ist das größte historische Volksfest Norddeutschlands und findet immer an vier Tagen im Juli statt. 2026 laufen die Wallensteintage vom 23. bis 26. Juli.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte der Wallensteintage
Gefeiert wird die erfolgreiche Abwehr der Belagerung durch Wallenstein und der Abzug der kaiserlichen Truppen im Jahr 1628.

1825 wollte das Volk diesen Tag gebührend feiern und trug das Anliegen den Stadtherren vor. Die genehmigten das Treiben, und so wurde es bis zum Zweiten Weltkrieg jährlich fortgesetzt. Ab 1945 und während der DDR ruhte die Tradition. 1991 ging es wieder los, seitdem ist das Fest fest etabliert. Zu den Wallensteintagen gehören zahlreiche Veranstaltungen, allen voran der historische Festumzug. Den Kern bildet das bunte Markttreiben.
Höhepunkte der Wallensteintage
Beim farbenprächtigen Festumzug, der stets am Freitag stattfindet, bekommt man einen Überblick über die historischen Kostüme und die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte. Vom Stadtrecht über die Blütezeit der Hanse und den Dreißigjährigen Krieg bis in die heutige Zeit zieht der Umzug durch die Altstadt. Am Abend folgt der Pestzug, der an das Elend der Pest in Stralsund erinnert.
Zum Schlemmen und Stöbern lohnt der Markt. In historischer Kulisse bieten Händler ihre Waren an und Wirte servieren deftige Speisen. Gaukler und Narren geben dem mittelalterlich angehauchten Fest sein besonderes Flair. Am Landsknechtlager an der Stadtmauer in der Mühlenstraße zeigen Musketiere, Pikeniere und Kanoniere, wie es in einem Feldlager des Dreißigjährigen Kriegs zuging.
Höhepunkt ist ohne Zweifel das Barockfeuerwerk, das immer am Samstag stattfindet.
Etwas weniger mittelalterlich geht es im Hafen zu. An der Kaikante warten Fahrgeschäfte von Autoscooter bis XXL-Schaukel sowie eine Showbühne mit Biergarten.
Kontakt und Anfahrt
Das Festgelände erstreckt sich vom Alten Markt im Herzen der Altstadt durch die umliegenden Gassen bis zum Hafen. Stralsund ist mit Bahn und Auto gut erreichbar, in der Altstadt selbst lohnt sich der Weg zu Fuß, da während des Festes viele Bereiche gesperrt sind.









