Baltic Sea Commission

CPMR-Ostseekommission (Baltic Sea Commission)

Die Ostseekommission, englisch Baltic Sea Commission, ist eine internationale und unabhängige Organisation von Regionalbehörden im Ostseeraum. Sie vertritt die subnationale Ebene, also Regionen und nicht Nationalstaaten, und gehört zu den sechs geografischen Kommissionen der Conference of Peripheral Maritime Regions of Europe (CPMR), der Konferenz der peripheren Küstenregionen Europas.

Gegründet wurde die Kommission 1996. Heute bringt sie rund 20 Regionen aus Estland, Finnland, Deutschland und Schweden zusammen. Früher gehörten mehr Länder dazu. Die russischen Mitgliedsregionen wurden 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ausgesetzt, was den Kreis der beteiligten Staaten verkleinert hat.

Was die Ostseekommission macht

Die Kommission ist ein Forum, in dem sich die Ostseeregionen abstimmen und Erfahrungen austauschen. Zugleich arbeitet sie als Think Tank und als Interessenvertretung gegenüber der EU. Sie bereitet politische Positionen der CPMR mit vor und bringt die Anliegen der Regionen rund um die Ostsee in Brüssel ein.

Ein Schwerpunkt ist die EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR). Die Kommission unterstützt deren Ziele und setzt sich dafür ein, dass regionale Akteure stärker in die Steuerung und Umsetzung der Strategie eingebunden werden. Inhaltlich arbeitet sie in Arbeitsgruppen zu Verkehr, maritimen Themen und Energie.

Aktuelle Themen

Seit 2022 steht die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit des Ostseeraums oben auf der Agenda. Die Ostsee grenzt an mehrere NATO-Staaten und an Russland, entsprechend geht es um den Schutz kritischer Infrastruktur, um Energieversorgung und um zivile Resilienz. 2026 verabschiedeten die Ostsee- und die Nordseekommission dazu eine gemeinsame Erklärung für mehr Sicherheit, Resilienz und Zusammenarbeit.

Daneben prägen zwei EU-Debatten die Arbeit: die Kohäsionspolitik nach 2027 samt dem nächsten mehrjährigen EU-Haushalt und die europäische Verkehrspolitik mit dem Ausbau der transeuropäischen Netze (TEN-T). Ein weiteres Feld ist die Offshore- und erneuerbare Energie in der Ostsee.

Vorsitz und Generalversammlung

Den Vorsitz für den Zeitraum 2025 bis 2026 führt Talvikki Jori aus der Region Südwestfinnland, erste Vizepräsidentschaft hat Rickard Carstedt aus der Region Västerbotten. Gewählt wird die Leitung jeweils bei der jährlichen Generalversammlung.

Die 30. Generalversammlung fand im August 2025 in Brüssel statt. Die 31. Generalversammlung folgte am 20. und 21. Mai 2026 in Linköping und Norrköping in der schwedischen Region Östergötland.

Häufige Fragen

Was ist die Baltic Sea Commission?
Eine internationale, unabhängige Organisation von Regionen im Ostseeraum und eine von sechs geografischen Kommissionen der CPMR. Gegründet 1996.

Wie viele Regionen sind Mitglied?
Rund 20 Regionen aus Estland, Finnland, Deutschland und Schweden.

Wer hat den Vorsitz?
Für 2025 bis 2026 Talvikki Jori aus Südwestfinnland.

Wofür setzt sich die Kommission ein?
Für die Interessen der Ostseeregionen in der EU, für die EU-Ostseestrategie und aktuell besonders für Sicherheit und Resilienz im Ostseeraum.

Mehr Informationen: https://cpmr-baltic.org/

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