Angelurlaub an der Ostsee

Abbildung 1: Ein kleines Boot mit einem kräftigen Außenbordmotor hat die Power, um den Angler ein Stück weit rauszufahren und den Sonnenuntergang genießen zu lassen. Um diese Tageszeit beißen manche Fische besonders gut.
Abbildung 1: Ein kleines Boot mit einem kräftigen Außenbordmotor hat die Power, um den Angler ein Stück weit rauszufahren und den Sonnenuntergang genießen zu lassen. Um diese Tageszeit beißen manche Fische besonders gut.

Wer seinen Urlaub an der Ostsee verbringt und gerne angelt, sollte sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, einmal am Binnenmeer zu angeln. An der Ostsee ist es sehr einfach, auch ohne Angelprüfung an den Binnengewässern oder der Küste eine Angelrute auszuwerfen. Urlauber brauchen nur einen Touristen-Fischereischein, die Informationsbroschüre und müssen die Fischereiabgabe bezahlen. Je nach Bundesland kann dies 10 Euro oder auch 24 Euro kosten. Außerdem können Touristen bei einer Fischereigenossenschaft, einem Angelgeschäft oder -verein, oder bei der Touristeninformation eine Angelkarte kaufen. Damit kann das Angelvergnügen beginnen.

Abends und nachts ist es am schönsten

Die Ostsee ist ein Brackwassermeer, das einen sehr geringen Salzgehalt aufweist. Die Temperaturen sind relativ niedrig. Das sind Umstände, die sich direkt auf das Vorkommen der verschiedenen Fischarten auswirken. Sie sind im gesamten Gewässer äußerst vielfältig vertreten. Touristen dürfen auch ohne Angelprüfung angeln kommen. Dennoch sind einige Dinge zu beachten, damit der Angelexkurs ein kleines Abenteuer wird.

Beliebt zum Angeln an der Ostsee sind die Seebrücken der verschiedenen Ostseebäder. Diese Seebrücken erstrecken sich teilweise mehrere hundert Meter zwischen den Ostseebädern. Dabei erreichen sie Wassertiefen von bis zu neun Metern an vielen Stellen. Am schönsten ist es, in den Abend- oder Nachtstunden zu angeln. Dann ist es nämlich schön ruhig und beschaulich. In vielen Orten ist das Angeln meistens erst nach 21 oder 22 Uhr erlaubt.

Für wirklich unvergessliche Stunden auf dem Wasser ist es vielleicht besser, mit einem kleinen Boot hinauszufahren. Ein Elektro-Außenborder hat die nötige Power und ist außerdem eine tolle Möglichkeit ein paar schöne Stunden auf dem Wasser zu verbringen. Die Torqueedo Innovationen aus Deutschland sind genau der richtige Antrieb für das halb-nächtliche Angel-Abenteuer.

Enorme Artenvielfalt

In der Ostsee ist das Artenspektrum für Zielfische enorm. Angelsport vom Feinsten bieten Dorsch, Flunder, Hering, Hornhecht, Kliesche, Makrele, Meeräschen, Meerforelle, Scholle, Seelachs und Steinbutt. Insbesondere der Dorschbestand hat sich in den letzten Jahren wieder erholt. Das Fanglimit, das noch letztes Jahr galt, ist aufgehoben. Dorsche und alle anderen Fischarten machen die Ostsee zu einem erstklassigen Angelrevier.

Was ist Brandungsangeln?

Für das Brandungsangeln ist ein wenig Erfahrung gut. Denn hierbei muss der Angler bedenken, dass parallel zum Strand Sandbänke verlaufen. Auf den Sandbänken ist das Wasser sehr flach, das heißt, dort sind keine Fische anzutreffen. Die Köder sollten stets in sogenannte Fischpässe ausgelegt werden. Das sind tiefe Bereiche zwischen zwei Sandbänken. Brandungsangeln ist am ehesten abends oder morgens von Erfolg gekrönt. Traditionell ist das Angeln im Winter, Frühling und Herbst am erfolgversprechendsten.

Ostseeangeln – Hauptziel Dorsch

Abbildung 2: Der Dorsch ist ein bei Anglern sehr beliebter Fisch.
Abbildung 2: Der Dorsch ist ein bei Anglern sehr beliebter Fisch.

Der „Ostseeleoparde“, wie der Dorsch sehr oft genannt wird, ist der Hauptzielfisch in der Ostsee. Sie lassen sich nicht nur von einem Boot oder einem Kutter aus fangen, sondern auch vom Ufer aus. Besonders günstig ist das Brandungs- oder Wattangeln auf Dorsche im Herbst oder im Frühjahr. Das ist die Zeit, wenn die Fische auf Nahrungssuche nah ans Ufer und somit in Wurfweite der Angler kommen. Wer mit einem Kleinboot ein wenig rausfährt oder eine Kuttertour macht, hat das ganze Jahr über gute Chancen auf einen tollen Fang.

Ostsee Plattfischangeln mit leichtem Gerät

Das Plattfischangeln ist in den letzten Jahren an der Ostsee viel populärer geworden. Neue Techniken, neue Geräte und neue Sichtweisen auf die Plattfische haben dazu geführt, dass sich auf der Ostsee eine ganz neue Angelei etabliert. Scholle Flunder und Co. lassen sich einfach mit leichtem Gerät aus dem Wasser holen. Das Angeln von Scholle, Flunder und Co. bedeutet auch Spaßangeln und es gibt leckeren Fisch für zu Hause.

Die Bestände wachsen. Früher holten Angler nicht so viele Plattfische aus dem Wasser wie heute. In vielen Seegebieten ist er jedoch der Hauptfisch. Auch die Flunder ist an der gesamten Ostsee verbreitet. Kleine Spinnköder sind ideal, um sie anzulocken und zu überlisten. Noch nicht so lange populär ist der Steinbutt. Er lässt sich ebenfalls leicht mit kleinen Spinnködern überlisten. Vor Jahren war es reiner Zufall, wenn ein Angler einen Steinbutt fing. Inzwischen werden sie ganz gezielt geangelt, denn sie sind echte kulinarische Leckerbissen. Der Bestand ist mittlerweile gut, besser als die meisten Angler denken.

Der wählerische Hornhecht

Abbildung 3: Der Hornhecht schwimmt zum Laichen in flache Gewässer. Dort ist es leichter, einen Fisch aus dem Wasser zu ziehen.
Abbildung 3: Der Hornhecht schwimmt zum Laichen in flache Gewässer. Dort ist es leichter, einen Fisch aus dem Wasser zu ziehen.

Der Hornhecht laicht im Mai. Er schwimmt, genau wie der Hering, zum Laichen in flache Gewässer. Dort stehen die Chancen gut, dass recht bald ein Fisch an der Angel zappelt. Hornfische beißen nicht immer richtig. Deshalb sollten Angler sich die passende Ausstattung kaufen, damit sie mehrere Techniken zur Auswahl haben. Zum Fliegenfischen eignen sich Streamer, Nymphe, Heringsfetzen oder einen schlanken Blinker oder Küstenwobbler. Lachsangler praktizieren die „hohe Schule des Angelns“. Beim Lachsangeln in der Ostsee müssen erfahrene Angler testen, welcher Köder am jeweiligen Tag und am jeweiligen Ort angenommen wird. Am besten ist es auf offener See zu angeln und den Fischen bis in eine Tiefe von 20 Metern zu folgen. Dabei gerät dann meist das Land außer Sichtweite.

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